Ärzte Zeitung, 16.10.2007

KOMMENTAR

Impfen - Arzt und Patient gewinnen

Von Michael Hubert

"Wenn mein Arzt mir zu einer Impfung rät, lasse ich mich auch impfen." Diese Aussage aus vielen Umfragen wurde jetzt von Asthma- und COPD-Patienten bestätigt. Doch nur 50 Prozent der chronisch Lungenkranken sind Grippe-geimpft, gegen Pneumokokken gar nur 15 Prozent. Und: Asthma und COPD allein werden offenbar nicht als ausreichende Impfindikation wahrgenommen.

Dabei werden beide Impfungen für diese Patientengruppen offiziell empfohlen - unabhängig vom Alter. Der Grund: Durch den chronischen Entzündungsprozess in der Lunge sind diese Patienten besonders empfänglich für Infektionen durch Grippe-Viren und Pneumokokken-Bakterien. Der Nutzen für die Patienten durch die Impfungen ist in Studien belegt, Risiken sind zu vernachlässigen. Und das Beste: Bei Impfungen handelt sich um eine typische Win-win-Situation. Es profitieren Patient und Arzt. Denn Impfleistungen sind extrabudgetär.

Lesen Sie dazu auch:
Arzt ist wichtigste Infoquelle für Impfungen

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

30 Minuten Bewegung am Tag verhindern jeden 12. Todesfall

Bewegung verlängert das Leben, das bestätigt die bisher größte Studie zum Thema. Und: Bewegung im Alltag reicht dazu schon aus, es muss kein anstrengender Sport sein. mehr »

Welche Gesundheitspolitiker bleiben im Bundestag?

So sehr sich der Bundestag verändert - viele aus der Gesundheitspolitik vertraute Gesichter werden vermutlich wieder im Gesundheitsausschuss arbeiten. Eine Auswahl. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »