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Kommentar

Die eigene Zeit effektiv nutzen

Von Michael Hubert Veröffentlicht:

Manche Eltern sind wirklich verunsichert, wenn es um Impfungen geht. Vor allem im Internet kursieren abstruse Behauptungen: Da werden Impfstoffe in die Blutbahn (!) gespritzt, gegen Mehrfachimpfstoffe heißt es, man könne ja auch nicht mehrere Erkrankungen gleichzeitig haben. Ganz so, als gäbe es keine Patienten mit HIV und Hepatitis-Koinfektion.

Wer Eltern über Impfungen aufklärt, merkt schnell, ob diese verunsichert sind oder verbohrte Impfgegner. Letztere sind schnell etwa daran zu erkennen, dass in schneller Folge immer neue "Argumente" kommen. Schon in den Versuch des Arztes, zu erklären, dass Autismus nichts mit der MMR-Impfung zu tun hat, kommt die nächste These.

Ärzte sollten sich fragen, ob die Mühe dann wirklich lohnt. Ein Pudding lässt sich nun mal nicht an die Wand nageln. Vielleicht sollte besser eine MFA zum Gespräch dazu geholt werden.

Dann noch einmal alle Argumente für die Impfung zusammenfassen und diese Aufklärung von der MFA protokollieren lassen. Nachher behaupten die Eltern, sie seien nicht aufgeklärt worden, falls eine impfpräventable Infektion schwere Folgen hat.

Die so gesparte Zeit kann dann für wirklich unsichere Eltern genutzt werden.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Daten von 16.000 Kindern bestätigen: Impfungen sind sicher

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Kommentare
Dr. Horst Grünwoldt 25.07.201113:16 Uhr

Impftechnik

Lieber Herr Hubert,
aus welchem Grund wird eigentlich im humanen Impfwesen meistens intramuskulär appliziert ? Wird dabei etwa durch den Impfstoff nicht nur Muskelgewebe zerstört, sondern zugleich aufgrund der guten Muskeldurchblutung auch noch die "Blutbahn" erreicht??
In der Veterinärmedizin werden so gut wie alle Impfstoffe mit großem Erfolg subkutan verabreicht!
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt aus Rostock

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