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Kommentar – Impfung von Klinikpersonal

"Déjà vu" beim Grippeschutz

Wolfgang GeisselVon Wolfgang Geissel Veröffentlicht:

Medizinisches Personal in Kliniken ist eine mögliche Infektionsquelle für Patienten, die oft wegen Grunderkrankungen ein erhöhtes Risiko für schwere und eventuell sogar tödliche Influenza-Verläufe haben.

Die Ständige Impfkommission betont daher schon seit Jahren in ihren Informationen zum Grippeschutz: "Die Impfung des Personals folgt dem ethischen Gebot, Patienten nicht zu schaden. Gleichzeitig dient sie dem persönlichen Schutz bei beruflichem Patientenkontakt."

Trotz dieses dringenden Appells lassen sich die meisten Mitarbeiter in Kliniken nicht impfen, wie jetzt eine bundesweite Online-Befragung des Robert Koch-Instituts von Personal an 54 Kliniken erneut ergeben hat.

Die aktuelle Umfrage bestätigt zudem Hinweise zur Einstellung der Ärzte und Pflegekräfte. Ein großer Teil vor allem des Pflegepersonals entscheidet sich offenbar bewusst gegen die Impfung. Viele misstrauen den Impfempfehlungen, zweifeln am Nutzen des Impfstoffs oder haben sogar die unbegründete Angst, dass sie durch die Impfung selbst Influenza bekommen könnten.

Das RKI mahnt jetzt wieder vertrauensbildende Maßnahmen an. Konkrete Vorschläge dazu und ihre Umsetzung wären aber wichtiger als Umfragen, die seit Jahren zu den gleichen Ergebnissen kommen.

Lesen Sie dazu auch: RKI-Umfrage: Grippeschutz in Kliniken bleibt weiter mangelhaft

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