Ärzte Zeitung online, 24.11.2017

Atemwegsinfektionen

Höchste Zeit für die Grippe-Impfung

BERLIN. Noch ist die Zeit günstig für die Grippe-Impfung. Die Zahl der Atemwegsinfektionen lag in der Woche bis zum 17. November (46. KW) im für die Jahreszeit normalen Bereich, berichtet die AG Influenza am Robert Koch-Institut (RKI). Bei Betroffenen wurden zudem nur vereinzelt Influenza-Viren nachgewiesen.

So fanden sich vergangene Woche in etwa jeder dritten von bundesweit 95 Stichproben Atemwegserreger. Die meisten davon waren Rhinoviren. Insgesamt wurden seit Oktober (40. KW) 250 laborbestätigte Influenza-Fälle an das RKI gemeldet. Eine Grippewelle ist also noch nicht in Sicht und damit gibt es noch genügend Zeit, dass sich der Impfschutz rechtzeitig aufbaut.

Beim Grippeschutz sprechen die Daten der vergangenen Jahre für einen tetravalenten Impfstoff. Diese enthalten außer den beiden am häufigsten zirkulierenden Influenza-A-Stämme auch einen zweiten B-Stamm.

Denn auch von Influenza-B-Viren zirkulieren regelmäßig zwei Virussubtypen und häufig ist der Falsche im trivalenten Impfstoff. So ist nach einer aktuellen RKI-Statistik in den vergangenen 14 Wintern insgesamt acht Mal der dominierende B-Stamm nicht von den Standard-Impfstoffen abgedeckt worden.

Ob dies auch in diesem Winter in Deutschland geschieht, lässt sich bisher noch nicht sagen. Allerdings wurden in Europa seit Oktober eher B-Yamagata-Viren nachgewiesen, die nur in der tetravalenten Vakzine enthalten sind. (eis)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Honorar-Einigung erzielt!

18:30Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der GKV-Spitzenverband haben sich nach siebenstündigen Verhandlungen auf das Honorar für 2019 geeinigt. mehr »

App sorgt für weniger Tage mit Migräne

Bei Einsatz einer Migräne-App lassen sich Kopfschmerztage merklich reduzieren – und zwar um 25 Prozent. Das geht aus einer Studie der Schmerzklinik Kiel und der TK hervor. mehr »

Die Zukunft gehört der sensorischen Zuckermessung

Die Zeiten, in denen sich Diabetiker zur Blutzuckermessung in den Finger stechen müssen, sind wohl bald vorbei. Sensor-Messsysteme bringen neue Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen. mehr »