Ärzte Zeitung, 10.09.2009

Kommentar

Ewiges Auf und Ab der Debatte

Von Hauke Gerlof

Wenn es um die Neue Grippe/ Schweinegrippe geht, dann hängt die öffentliche Meinung, etwa zur Notwendigkeit einer Impfung, sehr stark von den aktuellen Ereignissen ab. Der Grund ist klar: Maßgebliche Medien schüren aus Auflagen-Interesse entweder die Angst in der Bevölkerung, oder sie prangern eine vermeintliche Verschwendung zugunsten der Pharmaindustrie an.

Genau das aber kommt bei Ärzten und Apothekern gar nicht gut an. Darauf deuten jedenfalls die Ergebnisse der Umfrage der "Ärzte Zeitung" hin, die in der heutigen Ausgabe veröffentlicht werden. Aus den Antworten der Leser geht klar hervor, dass das Interesse an seriösen Informationen groß ist, dass aber das freie Internet und Publikumsmedien als sichere Quellen für Patienten nicht sehr hoch eingeschätzt werden. Wenn es um valide Infos für Patienten geht, dann trauen Ärzte und Apotheker ihren eigenen Fähigkeiten offenbar immer noch am meisten zu - und das ist auch gut so.

Die Folgerung in den Ministerien, Behörden und Körperschaften könnte klar sein: vor allem Ärzten und Apothekern auf möglichst vielen Kanälen so viele Informationen wie möglich zu geben. Dann wäre die Bevölkerung, wenn es mit der Neuen Grippe ernst wird, am besten vorbereitet.

Lesen Sie dazu auch:
Hoher Bedarf an Infos zu Schweinegrippe
Ärzte und Apotheker wollen mehr Infos zu Schweinegrippe
Mehr Fakten zur Sicherheit der Impfstoffe und Adjuvantien gefragt

 

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