Im Norden kann die Schweinegrippe-Impfung zeitnah starten

HANNOVER/BREMEN/KIEL (cben/di/dpa). Deutschlands Norden ist für die Schweinegrippe-Impfung weitgehend gerüstet. Impfen sollen dabei größtenteils die niedergelassenen Ärzte. Bei einem Run auf die Praxen kann es allerdings zu Problemen kommen.

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Die Vorbereitungen für den Start der Impfungen in Niedersachsen sind angelaufen. Die ersten Ärzte können am 30. Oktober mit der Impfung beginnen, sagte eine Sprecherin von Gesundheitsministerin Mechthild Ross-Luttmann am Mittwoch in Hannover. Angepeilt als Starttermin war eigentlich der 26. Oktober, doch gebe es anscheinend Schwierigkeiten bei der Herstellung des Impfstoffes Pandemrix®, so die Sprecherin. "Impfen sollen vor allem die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte. Sie kennen ihre Patienten besonders gut und können eventuell vorhandene Risiken am besten einschätzen", so die Niedersächsische Gesundheitsministerin Ross-Luttmann. Nach Angaben der KV erhalten die impfenden Ärzte 5,50 Euro pro Impfung.

Auch im Land Bremen wird ab dem 26. Oktober gegen Schweinegrippe geimpft - und zwar in drei Phasen. Zunächst impfen die Gesundheitsämter und die Betriebsärzte alle Angestellten im Gesundheitswesen, bei der Polizei und der Feuerwehr. Ab dem 9. November werden dann alle chronisch kranken Patienten und ab Mitte Dezember die allgemeine Bevölkerung öffentlich zur Impfung aufgerufen. Der Impfstoff in der Hansestadt reicht bei zweimaliger Impfung für 30 Prozent der Bevölkerung, teilte das Gesundheitsministerium in der Hansestadt mit. In Bremen konnten sich die Praxen, die impfen wollten, bei der Stadt bewerben. Ausgesucht wurden insgesamt 24 Bremer Impfstellen und in Bremerhaven sieben. Die Ärzte erhalten pro Impfung 4,08 Euro.

In Schleswig-Holstein werden Praxen, die auch sonst impfen, die Impfungen gegen die neue Grippe vornehmen. Rund 1400 Niedergelassene werden sich beteiligen. Für die erste Impfung erhalten die Ärzte sechs Euro, für die zweite fünf Euro Honorar. Impfende Ärzte bestellen den Impfstoff über die Hausapotheke. Fest steht, dass bei einem Run auf die Praxen der Bedarf nicht gedeckt werden könnte. Die Entscheidung, wer in solchen Fällen geimpft und wer zurück gestellt wird, sollen die Ärzte treffen. Folgen die Ärzte den STIKO-Empfehlungen, könnten 42 Prozent der Bevölkerung geimpft werden.

Lesen Sie dazu auch: Infos für Patienten zur H1N1-Impfung

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