Forschung und Praxis, 01.08.2005

Chemo verlängert Überleben von Glioblastom-Patienten

Vor kurzem ist Temozolomid (Temodal®) als First-Line-Therapie für Patienten mit neu diagnostiziertem Glioblastom zugelassen worden. Die Zulassung von Temozolomid erfolgte in Kombination mit einer Strahlentherapie gefolgt von sechs Zyklen einer Monotherapie.

MRT: Okzipital ist ein Glioblastom zu sehen. Peripher nimmt es Kontrastmittel auf (heller Ring), zentral ist es nekrotisch (dunkel). Foto: Bundeswehrkrankenhaus Berlin, Neurochirurgie

Sie basiert vor allem auf den Daten der kürzlich veröffentlichten EORTC-Studie (European Organisation for Research and Treatment of Cancer, NEJM 352, 2005, 987).

In der randomisierten Studie mit 573 Patienten ließ sich die Überlebenszeit deutlich verlängern. So lebten zwei Jahre nach Therapiestart in der Gruppe mit Temozolomid zusätzlich zur Strahlentherapie noch fast 27 Prozent, in der Gruppe nur mit Strahlentherapie zehn Prozent. Die mittlere Überlebenszeit war in der Temozolomid-Gruppe ebenfalls signifikant länger als in der Vergleichsgruppe (median 14,6 vs. 12,1 Monate). (eb)

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