Ärzte Zeitung, 03.12.2012

Seltener als angenommen

Krebs und psychisch krank

HAMBURG. Jeder zweite Krebspatient berichtet über eine hohe psychische Belastung durch die Krankheit, doch die Zahl der Patienten mit psychischen Begleiterkrankungen ist geringer als bisher angenommen.

Das berichteten Forscher, die deutschlandweit über 4000 Krebspatienten befragt hatten, beim Kongress der Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie (PSO) in Hamburg. Unterschätzt werde häufig die Belastung durch die langwierigen und teuren Krebstherapien.

Eine adäquate psychoonkologische Versorgung erreiche jedoch häufig nur die Mittelschicht, teilt die Uni Hamburg mit. (eb)

[03.12.2012, 11:19:42]
Dr. Uta Görges 
Differenzierung zwischen psychisch gestört und psychisch belastet
War auf der fachlich sehr fundierten PSO-Tagung in Hamburg und habe die Studienergebnisse verfolgt. Als Dipl.-Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin sowie Psychoonkologin muss hier jedoch hinzugefügt werden, dass es wichtig ist zu differenzieren zwischen psychischer Krankheit/Störung und psychischer Belastung. Dass die onkologischen Patienten belastet sind, heisst nicht, dass sie psychisch krank sind. Psychoonkologie ist ein Fachgebiet, in dem es u.a. um supportive Interventionen geht, Krankheitsverarbeitung usw., die nicht (nur) für psychisch gestörte Patienten gilt, sondern für alle onkologisch Erkrankten zur besseren Bewältigung. zum Beitrag »

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