Ärzte Zeitung, 09.09.2013

DNA-Schädigung

Spuren im Erbgut verraten Krebsursache

HEIDELBERG. Verschiedene Arten der DNA-Schädigung hinterlassen im Erbgut charakteristische Spuren.

Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) waren an einem weltweiten Forschungsprojekt beteiligt, das in Tausenden von Krebsgenomen unterschiedliche Schadensmuster erfasste und auf spezifische Ursachen zurückführte, teilt das DKFZ in Heidelberg mit.

Dabei entdeckten die Forscher unter anderem ein Enzym zur Virenabwehr als bisher unbekannte mögliche Ursache krebserregender Mutationen (Nature 2013, online 14. August).

Die so genannten APOBEC-Enzyme destabilisieren das Erbgut der Eindringlinge durch eine chemischen Veränderung. Und genau diese Veränderung findet sich in starkem Maße bei bestimmten Krebsarten. Die an dem Projekt beteiligten Wissenschaftler halten dies für eine Art Kollateralschaden, für den Preis, den der Organismus für den Virenschutz zahlen muss. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Erhöhtes Krebsrisiko durch Kuhmilch und Rindfleisch?

Forscher sind krebsauslösenden Agenzien auf der Spur, die in Milch und Rindfleisch stecken. Sie sind dadurch wohl auch auf den Grund gestoßen, warum Stillen das Krebsrisiko senkt. mehr »

Homöopathie-Ausschluss für CME-Punkte?

Werden in Berlin künftig keine CME-Punkte mehr für Fortbildungsveranstaltungen zur Homöopathie vergeben? Die Diskussion darüber läuft noch. mehr »

Dort, wo die Folgekoloskopie nötig ist, erfolgt sie oft nicht

Bei der Nachsorge von Patienten nach Screening-Koloskopien besteht eine erhebliche Über- und Unterdiagnostik - je nach Adenomtyp, so Daten der KolosSal-Studie. mehr »