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Geschlechtsunterschied

Blasen-Ca bei Frauen später erkannt

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CHICAGO. Etwa dreimal so viele Männer wie Frauen erkranken an Blasenkrebs. Doch Frauen haben ein höheres Risiko, daran zu sterben (2,4:1). Zur Klärung dieses Phänomens haben Forscher die Daten von 5416 Männern und 2233 Frauen analysiert, bei denen eine Hämaturie und nach maximal einem Jahr Blasenkrebs diagnostiziert worden war (Cancer 2013, online 13. November).

Eine unspezifische Hämaturie war bei 86 Prozent der Männer und 85 Prozent der Frauen, eine Makrohämaturie bei 9 Prozent der Männer und 7,5 Prozent der Frauen und eine Mikrohämaturie bei 5 Prozent der Männer und 7,4 Prozent der Frauen dokumentiert.

Die Forscher interessierten sich für den zeitlichen Verlauf zwischen dem Auftreten der Hämaturie und der Krebsdiagnose. Die Männer waren zu Beginn der Studie durchschnittlich 57, die Frauen 56 Jahre alt.Ergebnis: Bei Frauen verging signifikant mehr Zeit als bei Männern zwischen dem Feststellen der Hämaturie und der Krebsdiagnose (85 vs. 74 Tage).

Der Anteil der Frauen, bei denen diese Phase länger als sechs Monate dauerte, lag bei 17 Prozent (vs. 14 Prozent bei den Männern). Nach mehr als neun Monaten war die Krebsdiagnose bei 9 Prozent der Frauen und 7 Prozent der Männer noch immer nicht gestellt.

Bei den Frauen wurde häufiger ein Harnwegsinfekt diagnostiziert (33 vs. 18 Prozent bei den Männern) und mit Antibiotika behandelt. Bildgebende Verfahren, um Abdomen und Becken zu untersuchen, kamen bei Patientinnen seltener zum Einsatz (Odds Ratio, OR 0,8).

Subanalysen ergaben, dass die zeitliche Verzögerung bis zur Krebsdiagnose bei einer Makrohämaturie am geringsten war, während Harnwegsinfekte die Zeitspanne am meisten ausweiteten. (St)

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