Direkt zum Inhaltsbereich

Krebs-Prävention

Erweiterter Impfschutz gegen HPV

Zervixkarzinome werden von Humanen Papillomviren (HPV) verursacht. Der Impfstoff Gardasil®9 verbessert den Schutz.

Veröffentlicht:

Seit dem Frühjahr ist in Deutschland erstmals ein Impfstoff gegen neun Hochrisiko-Typen des Humanen Papillomvirus (HPV) verfügbar. Durch den breiten Impfschutz lassen sich bis zu 90 Prozent der zervikalen, vaginalen und vulvären Karzinome verhindern.

Gardasil®9 (Sanofi Pasteur MSD) schützt zusätzlich zu den HPV-Typen 6, 11, 16 und 18, die schon seit zehn Jahren mit dem tetravalenten Impfstoff abgedeckt waren, vor Infektionen mit den Typen 31, 33, 45, 52 und 58 .

Die neun Virustypen sind für rund 90 Prozent der Zervix-, Vulva-, Vaginal- und Analkarzinome verantwortlich (Papillomavirus Res 2015, 1: 90).

Der Impfstoff ist für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab neun Jahren zugelassen, und zwar gegen die Vorstufen maligner Läsionen und Karzinome an Zervix, Vulva, Vagina und Anus, die durch die Impfstoff-HPV-Typen verursacht werden.

Ebenso ist die Impfung zur Prävention von Genitalwarzen (Condylomata acuminata) durch diese HPV-Typen zugelassen. Bei Mädchen und Jungen ab neun Jahren genügen zwei Impfdosen im Abstand von 5 bis 13 Monaten. Junge Frauen und Männer ab 15 Jahren werden laut Fachinformation nach einem 3-Dosen-Schema (0, 2, 6 Monate) geimpft.

In Deutschland wird die Impfung von der Ständigen Impfkommission (STIKO) allen Mädchen im Alter von neun bis 13 Jahren zur Reduktion von Gebärmutterhalskrebs und dessen Vorstufen empfohlen. Dazu kann ausdrücklich auch der neue Impfstoff verwendet werden.

Versäumte Impfungen sind nachzuholen. Da der Impfstoff nicht gegen alle onkogenen HPV-Typen schützt, müssen geimpfte Frauen die Zervixkarzinom-Früherkennung weiter in Anspruch nehmen, betont die STIKO. (eis)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Woman with diabetes standing on top of the hill and looking at camera

© Getty Images

Impflücken bei Chronikern

Grippeimpfung bei Diabetes: Risiko für Folgen senken

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Die vergessene Reiseimpfung

© Milo Zanecchia | Getty Images

Impfen in der Praxis

Die vergessene Reiseimpfung

Anzeige | Viatris Germany GmbH
„Motivational Interviewing“ in der Impfberatung

© SrdjanPav | Getty Images

Impfkommunikation

„Motivational Interviewing“ in der Impfberatung

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Abb.  1: Indikationsübergreifendens Therapie-Monitoring in den ersten Behandlungszyklen mit Ribociclib beim HR+/HER2- Brustkrebs

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1]

Früher und metastasierter HR+/HER2- Brustkrebs

Einfach und konsistent: indikationsübergreifendes Therapie-Management mit Ribociclib

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Podcast Dr. Nele Frerksen-Kirschner

© Porträt: Dr. Nele Freerksen-Kirschner, Universitätsklinik Aachen | Hirn: grandeduc / stock.adobe.com

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Wechseljahresbeschwerden individuell behandeln

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gedeon Richter Pharma GmbH, Köln
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Daten aus Japan

Extreme Hitze scheint Demenz zu beschleunigen

Arbeitserleichterung

So schenkt KI Ärztinnen und Ärzten mehr Zeit für Patienten

Lesetipps
Ein alter Patient sitzt einer jüngeren Ärztin gegenüber.

© Ben / stock.adobe.com / generated AI

Prävalenz-Vergleich der Kreise

Auffällig hoher Anteil an multimorbiden Menschen in Ostdeutschland