Ärzte Zeitung online, 23.03.2017

Gastroenterologen

Nüsse ersetzen keine Koloskopie

ULM. Der Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands (bng) mahnt zur Vorsicht bei Meldungen über Nahrungsmittel, die vor Krebs schützen sollen. "Öffentliche Erklärungen wie gerade mal wieder von Ernährungswissenschaftlern der Uni Jena über den Schutzmechanismus von Nüssen sind eher irreführend als hilfreich", so bng-Sprecherin Dr. Dagmar Mainz in der Mitteilung. Sicherheit biete nur die Koloskopie. Die jüngst vorgelegten Ergebnisse wiesen keinen konkreten Bezug zum Darmkrebs nach, sondern belegen eher allgemein einen Effekt auf bestimmte Verdauungsenzyme, der die Entstehung von Sauerstoffradikalen vermindert und so eher unspezifisch mögliche Schädigungen verringert. Hier im Zusammenhang mit Darmkrebs von einem "chemopräventiven Potenzial" zu sprechen, erscheine sehr ambitioniert, so der bng.(eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Beginnt die MS im Dünndarm?

Im Dünndarm werden wohl "Schläfer-T-Zellen" aktiviert, die eine MS triggern. Jetzt sind Forscher auf der Suche nach dem Auslöser – und haben Keime im Verdacht. mehr »

Wie die Neurologie von der Flüchtlingskrise profitiert

Migranten sind für Europa eine Herausforderung, doch sie bringen auch neue Erkenntnisse: Mediziner können durch Zuwanderer erforschen, wie Gene und Umwelt mit neurologischen Krankheiten zusammenhängen. mehr »

Hausbesuche bringen wohl mehr Honorar

Beim GKV-Spitzenverband gilt als ausgemacht, dass die Ärzte für eine Ausweitung der Mindestsprechzeiten nur sparsam honoriert werden sollen. Das Honorarsystem soll keine Gelddruckmaschine für Ärzte sein. Eine Ausnahme könnte es geben: Hausbesuche. mehr »