Ärzte Zeitung, 21.04.2010

Erfolg mit Kombitherapie bei ZNS-Lymphomen

BOCHUM (eb). Einen großen Fortschritt bei der Therapie von Patienten mit primären Lymphomen des Zentralen Nervensystems meldet eine Arbeitsgruppe deutscher Neurologen und Onkologen in den "Annals of Neurology": Mehr als acht Jahre nachdem 65 Patienten mit einer speziellen Form der Chemotherapie behandelt worden waren, scheinen etwa ein Drittel aller Studienteilnehmer und etwa die Hälfte der unter 60-Jährigen geheilt zu sein. Durch den Verzicht auf die bei dieser Tumorform bislang üblichen Strahlentherapie gelang es Wissenschaftlern überdies, schwere geistige Beeinträchtigungen zu vermeiden, die als Langzeitfolgen einer kombinierten Therapie besonders gefürchtet sind. Das berichtet der Studienleiter Professor Uwe Schlegel vom Knappschaftskrankenhaus Bochum (Ann Neurol 67, 2010, 182). Die Patienten erhielten außer der systemischen Therapie die Medikamente zusätzlich über ein kleines Reservoir unter der Kopfhaut in die mit Flüssigkeit gefüllten Hirnkammern verabreicht.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So teilt sich die Arbeitszeit von Ärzten auf

Wie viel Zeit bringen Ärzte für GKV-Patienten auf, wie viel für Bürokratie? Wie sind die Unterschiede in Stadt- und Landpraxen und den Fachbereichen? Wir geben Antworten. mehr »

Ein Gelähmter kann wieder gehen

Ein querschnittsgelähmter Mann kann wieder einige Schritte gehen - dank der elektrischen Rückenmark-Stimulation. Von Heilung wollen die Ärzte aber nicht sprechen. mehr »

OTC-Gebrauch verfälscht Laborwerte

Die meisten Patienten nehmen gelegentlich freiverkäufliche Arzneimittel ein. Nur wenige legen das gegenüber ihrem Arzt offen. Das hat Folgen, etwa für die Interpretation von Laborergebnissen. mehr »