Ärzte Zeitung, 07.08.2011

Tamoxifen senkt Brustkrebssterberate nachhaltig

OXFORD (ikr). Das Antiöstrogen Tamoxifen senkt das Risiko für Brustkrebs-Rezidive und die Brustkrebs-Sterberate nicht nur während der Einnahme, sondern auch noch viele Jahre nach Therapieende (Lancet 2011; online 29. Juli).

Britische Forscher haben die Daten von mehr als 20.000 Frauen aus 20 Studien mit Brustkrebs im Frühstadium analysiert.

Bei den 10.645 Östrogen-Rezeptor-positiven Frauen, die fünf Jahre lang Tamoxifen erhalten hatten, wurde das Rezidiv-Risiko in den ersten zehn Jahren nach Therapiebeginn signifikant reduziert im Vergleich zu Frauen ohne diese Therapie. In den ersten fünf Jahren, also noch während der Behandlung, war das Rezidiv-Risiko um 47 Prozent geringer.

In den ersten fünf Jahren nach Therapieende waren es 32 Prozent und in den darauffolgenden fünf Jahren drei Prozent. Die Brustkrebs-Sterberate war über den gesamten Zeitraum von 15 Jahren um etwa ein Drittel reduziert.

Die Schutzwirkung von Tamoxifen war unabhängig davon, ob die Frauen zusätzlich eine Chemotherapie erhalten hatten und auch unabhängig vom Lebensalter und vom Lymphknotenstatus.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wo Ärzte für die Telematikinfrastruktur gut gerüstet sind

Bis 31. März sollten Vertragsärzte den Anschluss an die Telematikinfrastruktur bestellt haben – sonst drohen Honorarkürzungen. Ein Blick in die KVen zeigt, wie der Stand ist. mehr »

Düsteres Bild der Weiterbildung

Fehlende Strukturen und Verstöße gegen Arbeitszeitgesetze: Eine Umfrage des Hartmannbundes unter knapp 1500 Assistenzärzten deckt gravierende Mängel in der Weiterbildung auf. mehr »

Doppelt so viele Fehltage wegen psychischer Störungen

Psychische Probleme sorgen für immer mehr Fehltage in Deutschland. Die Zahl der Krankentage wegen seelischer Leiden hat sich binnen zehn Jahren verdoppelt, so das Bundesarbeitsministerium. mehr »