Ärzte Zeitung, 27.02.2006

Auszeichnung für Sozialpsychiater

Hermann-Simon-Preis für Erforschung der Stigmatisierung psychisch Kranker

MÜNCHEN (sto). Für seine wissenschaftliche Lebensleistung in der sozialpsychiatrischen Forschung ist vor kurzem, wie berichtet, Professor Matthias C. Angermeyer von der Psychiatrischen Klinik der Universität Leipzig mit dem Hermann-Simon-Preis 2005 ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung ist mit 12 500 Euro dotiert.

Freuen sich über die Verleihung des Hermann-Simon-Preises 2005 an Professor Matthias C. Angermeyer (Mitte): Professor Hans-Jürgen Möller (rechts) von der Psychiatrischen Klinik der Universität München, Vorsitzender des Preiskuratoriums, und Dr. Jörg Sgonina von dem Unternehmen Lundbeck. Foto: Lundbeck

Mit der Vergabe der Auszeichnung würdigte das Preiskuratorium unter Vorsitz von Professor Hans-Jürgen Möller von der Psychiatrischen Klinik der Universität München vor allem die Beiträge Angermeyers zur Erforschung der Stigmatisierung psychisch Kranker, ihrer Familien und der sie versorgenden Dienste. Seine Arbeiten haben nach den Feststellungen des Preiskuratoriums wesentlich zur Entwicklung von Anti-Stigma-Programmen beigetragen.

Noch heute sei die soziale Distanz gegen psychisch Kranke in der Gesellschaft groß, sagte Professor Heinz Häfner vom Zentralinstitut für seelische Gesundheit in Mannheim bei der Verleihung des Preises. Das hätten die Studien von Angermeyer ergeben. Die Verleihung des Preises steht unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN).

Der Preis für Sozialpsychiatrie, Epidemiologie, Versorgungsforschung und rehabilitative Psychiatrie wird von Lundbeck in Hamburg gestiftet und ist der höchstdotierte Psychiatriepreis in Deutschland.

Bewerbungen für den diesjährigen Hermann-Simon-Preis sind noch bis zum 31. März 2006 möglich. Die Richtlinien für die Preisvergabe stehen als Download unter www.lundbeck.de zur Verfügung.

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