Ärzte Zeitung, 22.11.2006

Neue Therapie für Patienten mit Hirnblutung

BERLIN (eb). Für Patienten mit zerebralen Blutungen zeichnet sich eine neue Therapie ab. Eingesetzt wird der gentechnisch hergestellte Gerinnungsfaktor VIIa. Die Daten einer internationalen Phase-III-Studie dazu werden jetzt bei einem Kongreß des Kompetenznetzes Schlaganfall in Berlin vorgestellt, heißt es in der Mitteilung.

An der Studie haben 399 Patienten mit schweren Hirnblutungen teilgenommen. Sie erhielten den gerinnungsfördernden Wirkstoff innerhalb von vier Stunden nach Beginn der Symptome. Bei der Therapie war die Rate der gefährlichen Nachblutungen, die 30 Prozent aller Patienten erleiden, signifikant verringert. Als Folge davon war das klinisch-funktionelle Ergebnis nach drei Monaten im Vergleich zu Placebo signifikant besser.

Informationen zum Kongreß: www.kompetenznetz-schlaganfall.de/symposium2006

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Nutzen Antibiotika bei Dentaleingriffen?

Patienten mit Herzklappen-Ersatz haben nach zahnärztlichen Eingriffen womöglich ein erhöhtes Risiko für infektiöse Endokarditiden. Doch wie groß ist es und schützen Antibiotika? mehr »

"Die Haltung der Kassen ist irrational"

Die Vertragsärzte kauen schwer am schwachen Ergebnis der Honorarverhandlungen für 2018. Es sei fraglich, ob der aktuelle Mechanismus auf Dauer ein geeignetes Preisfindungsinstrument sei, so KBV-Chef Dr. Andreas Gassen. mehr »

Medizin vor Ökonomie - Kodex soll Prioritäten klarmachen

Medizinische Fachgesellschaften treten gegen die Ökonomisierung der Medizin an – mit einem Kodex. mehr »