Ärzte Zeitung, 04.10.2007

Neuer Antikörper bei MS entdeckt

MÜNCHEN (eb). Einen neuen Pathomechanismus bei der Entstehung von Multipler Sklerose haben Forscher aus Martinsried entdeckt.

Bei MS-Patienten haben sie Auto-Antikörper gegen Neurofas-cin entdeckt. Dieses Adhäsionsmolekül ist auch an den Ranvierschen Schnürringen der Nervenfasern lokalisiert.

Wird im frühen Verlauf der MS die Blut-Hirn-Schranke porös, können die Antikörper das Neurofascin angreifen, die Reizleitung hemmen und die Zellen schädigen. Ein therapeutischer Ansatz könnte die Entfernung der Antikörper aus dem Blut sein, so die Forscher vom Max-Planck-Institut für Neurobiologie.

Topics
Schlagworte
Multiple Sklerose (764)
Krankheiten
Multiple Sklerose (1217)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Neue Arzneien zum Schutz vor Brüchen

Osteoporose wird oft übersehen. Der Welt-Osteoporose Tag rückt die Erkrankung ins Bewusstsein. Zum Schutz vor Frakturen werden derzeit neue Substanzen erprobt. mehr »

Vergangenheit, die nicht vergeht

Ramstein, Eschede, Loveparade in Duisburg: Großunglücke lassen bei Opfern und oft auch bei Einsatzkräften seelische Wunden zurück. Psychotraumatologen können den Betroffenen in der Regel gut helfen. mehr »

Politik hat die Bedeutung der Arzneimittelforschung erkannt

Gute Versorgungsideen sind in der Politik willkommen, stellte Gesundheitsminister Jens Spahn bei der Springer Medizin Gala zum Galenus-von-Pergamon-Preis klar. mehr »