Ärzte Zeitung, 14.11.2012

Senioren-Knochen

Kunstharz stabilisiert Frakturen

BERLIN. Eine neue Technik zur Stabilisierung von Frakturen ist beim Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie vorgestellt worden: Fotosensibles Kunstharz wird im Knochen platziert und mit Blaulicht ausgehärtet.

Das Verfahren eignet sich besonders für die oft komplikationsträchtigen Frakturen bei Senioren.

Nach ersten Anwendungen an Mittelhand- und Mittelfußknochen sowie am Schlüsselbein werde das Material auch an großen Röhrenknochen im Hybridverfahren mit osteosynthetischem Material genutzt, hieß es in Berlin. (ner)

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[14.11.2012, 09:02:12]
Dr. Walther J. Kirschner 
Kunstharz zur Frakturstabilisierung
Neue Knochenersatzmaterialentwicklungen sind nach wie vor in der Frakturchirurgie erwünscht, es gibt noch genügend Optimierungsbedarf. Da ist das neu eingesetzte Kunstharz eine interessante Variante. Vielleicht bereitet es weniger immunologische Reaktionen und weniger konsekutive enzündliche Vorgänge und Lockerungen.

Abzuwarten bleiben nachhaltige Beobachtungen zu dauerhaften Gewebsintegritäten zur Sicherung der ossären Stabilität. Auch wird in längeren Beobachtungszeiträumen zu beurteilen sein, wie sich Implantatmaterialien längerfristig mit dem Kunstharz vertragen.

Das neue Endoprothesenregister könnte hierbei auch in früheen Evaluationsphasen hilfreiche Einschätzungen bieten, wenn gezielte Programme dort initiiert werden. Das klinische Interesse ist potenziell groß.

Dr. med. Walther Kirschner
FA Orthopädie et al.

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