Kongress, 25.04.2014

Komorbiditäten

Wie Rheuma und Leber verknüpft sind

WIESBADEN. Rheumatische Erkrankungen können sich bekannterweise mit hepatischen Symptomen präsentieren, Leberkrankheiten von rheumatischen Symptomen begleitet sein, erinnern die Professoren Werner-Johannes Mayet und Ansgar W. Lohse (Z Rheumatol 2013, 72: 547-554).

Dabei seien rheumatische Erkrankungen oft mit Leberkrankheiten autoimmuner Genese assoziiert.

Dies gelte besonders für die autoimmune Hepatitis, wobei sogar eine ähnliche Immunpathogenese diskutiert werde. In der Diagnostik der Autoimmun-Hepatitis setzten sich die Parallelen zur Rheumatologie fort, so Mayet und Lohse. Nachweisbar seien ANA, Anti-dsDNA-Antikörper, ANCA, Anti-ENA sowie Rheumafaktoren.

Auch die für die RA typischen Anti-CCP- Antikörper seien bei der hepatologischen Erkrankung nachweisbar. Gerade der Nachweis von Anti-CCP-Antikörpern könne bei Autoimmun-Hepatitis und Arthralgien nützlich sein, um eine zusätzliche RA nicht zu übersehen. (mal)

Veranstaltung "Der Rheumapatient und seine Komobiditäten" am 27. April von 10 bis 11:30 Uhr, Halle 4, 120. DGIM-Kongress, Wiesbaden

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Grippe-Impfsaison noch lange nicht vorbei!

Kein Land Europas erreicht die Influenza-Impfziele der WHO. Jetzt vor der Grippewelle appellieren Experten daher an Ärzte, noch möglichst viele Patienten zu schützen. mehr »

Wenn Insulin zum fetten Problem wird

Schon leicht erhöhte Insulinspiegel können offenbar Adipositas sehr stark fördern. Forscher haben sich den Zusammenhang angeschaut und empfehlen Intervallfasten – mit einer Einschränkung. mehr »

Musiktherapie tut Krebskranken gut – zumindest kurzfristig

Ein Bericht für das IQWiG bescheinigt der Musiktherapie kurzfristigen Nutzen im Vergleich zur Routineversorgung bei Angst, Depression und Stress. Zur Bewertung von Langfrist-Effekten fehlen aber Daten. mehr »