Ärzte Zeitung online, 12.06.2018

Tabakentwöhnung

Unabhängige Plattform für Dialog gefordert

BERLIN. Der Tabakkonzern Philip Morris, Anbieter eines Tabakerhitzungssystems, das als risikoreduziertes Produkt vermarktet wird, reagiert positiv auf eine Protestnote des Aktionsbündnisses Nichtrauchen (ABNR).

Dieses hat sich im Vorfeld des diesjährigen Hauptstadtkongresses im Namen von 15 Gesundheitsorganisationen im Rahmen der Protestnote, die der "Ärzte Zeitung" vorliegt, an den Veranstalter gewandt und "mit Bestürzung zur Kenntnis genommen, dass dem Tabakkonzern die Möglichkeit gegeben wird, sich in einem Satellitensymposium als gesundheitsförderliche Organisation darzustellen."

Das ABNR fordert in der Protestnote, das Konzept Harm Reduction in einem "von der Tabakindustrie unabhängigen Rahmen" auf künftigen Kongressen zu diskutieren. Diese Initiative begrüße Philip Morris ausdrücklich, heißt es von Unternehmensseite.

Der ABNR-Einspruch habe sich explizit nicht gegen den Inhalt des Symposiums gerichtet, der den Ansatz der Schadensminimierung mittels E-Zigaretten und Tabakerhitzern fokussierte, die im Vergleich zu Tabakzigaretten als weniger schädlich gelten. Public Health England und ähnliche Institutionen raten, nicht starr am bisherigen Ansatz "Quit or Die" festzuhalten. (mmr)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Honorar-Einigung erzielt!

18:30Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der GKV-Spitzenverband haben sich nach siebenstündigen Verhandlungen auf das Honorar für 2019 geeinigt. mehr »

App sorgt für weniger Tage mit Migräne

Bei Einsatz einer Migräne-App lassen sich Kopfschmerztage merklich reduzieren – und zwar um 25 Prozent. Das geht aus einer Studie der Schmerzklinik Kiel und der TK hervor. mehr »

Die Zukunft gehört der sensorischen Zuckermessung

Die Zeiten, in denen sich Diabetiker zur Blutzuckermessung in den Finger stechen müssen, sind wohl bald vorbei. Sensor-Messsysteme bringen neue Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen. mehr »