Ärzte Zeitung online, 23.12.2013
 

Niederlande

Berufsverbot für den "Skandalarzt"

Dem Neurologen aus den Niederlanden, der auch in Deutschland zeitweise gearbeitet hatte, ist nun in seiner Heimat ein Berufsverbot erteilt worden.

ZWOLLE. Der niederländische Skandalarzt Ernst Jansen darf in seiner Heimat nie wieder als Arzt arbeiten. Das urteilte das medizinische Disziplinargericht am Freitag in Zwolle.

Die Richter gaben fünf ehemaligen Patienten recht, bei denen der 68-jährige Neurologe falsche Diagnosen wie Alzheimer und Multiple Sklerose gestellt hatte.

Er habe an den Fehldiagnosen festgehalten, obwohl andere Fachärzte zu einem anderen Urteil gekommen waren. Jansen, der auch bis Anfang 2013 an mehreren deutschen Kliniken gearbeitet hatte, hatte sich bereits 2004 aus dem niederländischen Ärzteregister streichen lassen.

Auch in Deutschland ist er nicht mehr als Mediziner zugelassen, nachdem er kürzlich seine Approbation zurück gegeben hatte.

Im Strafverfahren wird das Urteil am 11. Februar gesprochen. Die Staatsanwältin hatte, wie berichtet, sechs Jahre Freiheitsentzug gefordert. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Überlebensvorteil bei Übergewicht nur ein Trugschluss?

Übergewicht ist ein kardiovaskulärer Risikofaktor, doch wer schon eine entsprechende Erkrankung hat, lebt länger. Stimmt dieses "Adipositas-Paradox" vielleicht gar nicht? mehr »

Digitalisierung – Ärzte zwischen Hoffnung und Ernüchterung

Viele Ärzte im Krankenhaus verbinden mit der Digitalisierung die Hoffnung auf Arbeitserleichterungen. Zugleich beklagen sie mangelhafte Vorbereitung und Umsetzung, so eine Umfrage. mehr »

Oh, Britannia! Was hat der "Brexismus" aus dir gemacht?

Von wegen Tea Time, Queen und Linksverkehr: Nicht nur der Blick der Briten auf die EU hat sich geändert. Umgekehrt blicken auch Menschen weit außerhalb Europas inzwischen mit Unverständnis auf die Insel. mehr »