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Große Unterschiede bei Behandlung von Brustkrebs

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KÖLN (iss). Die Fachgruppe Mammachirurgie der Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS) will herausfinden, inwieweit Patientinnen in Entscheidungen über diagnostische und therapeutische Maßnahmen bei Brustkrebs einbezogen werden. "Deshalb entwickelt die Fachgruppe einen Patientinnen-Befragungsbogen zur Erfassung und Bewertung der partizipativen Entscheidungsfindung bei Brustkrebs", heißt es im BQS-Qualitätsreport 2008.

Die BQS erstellt den Bericht über die Versorgungsqualität in Krankenhäusern im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses und hat für das vergangene Jahr 3,8 Millionen Datensätze aus 1730 Krankenhäusern analysiert.

Im Bereich der Mammachirurgie gingen bei der BQS 116 000 Datensätze aus 1015 Krankenhäusern ein, darunter Dokumentationen zu fast 66 600 Operationen von primären invasiven Mammakarzinomen. Nach Einschätzung der Qualitätssicherungsexperten hat es in der Mammachirurgie in den vergangenen Jahren zwar deutliche Fortschritte gegeben, in einzelnen Bereichen sehen sie aber weiter durchaus noch Handlungsbedarf.

Im Durchschnitt der untersuchten Krankenhäuser beträgt der Abstand zwischen Diagnose und Operationsdatum ohne neoadjuvante Therapie 13 Tage. Es gibt jedoch eine große Bandbreite: Bei Häusern, die mindestens zwanzig Fälle hatten, reichte die Spanne von einem Tag bis 29 Tagen. Der Referenzbereich, in dem die BQS von einer guten Qualität ausgeht, beträgt sechs bis 20 Tage. "Die Fachgruppe empfiehlt als Maßnahme, bei sehr großen oder sehr kleinen Zeitintervallen einen Strukturierten Dialog mit dem Krankenhaus einzuleiten", heißt es im Bericht.

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