Ärzte Zeitung, 24.08.2010

Koalition will einheitliche Hygiene-Regeln

BERLIN (hom). In die Diskussion um die tragischen Vorfälle an der Mainzer Uniklinik hat sich inzwischen auch die Politik eingemischt. Unions-Gesundheitsexperte Jens Spahn, sagte der "Ärzte Zeitung", die Vorgänge in Mainz müssten "gründlich untersucht" werden.

600 000 Infektionen pro Jahr im Krankenhaus seien "ein Skandal", so Spahn. Die Menschen dürften nicht kränker aus dem Krankenhaus kommen, als sie reingingen. Bundesweit einheitliche Hygiene-Regeln fehlten aber bislang."Deswegen prüfen wir in der Koalition nun eine bundesgesetzliche Regelung im Infektionsschutzgesetz." Ähnlich äußerte sich FDP-Fraktionsvize Ulrike Flach.

Auch der Chef der KKH-Allianz, Ingo Kailuweit, forderte umgehend bundesweit geltende gesetzliche Standards zur Krankenhaushygiene.

Lesen Sie dazu auch:
Drei tote Säuglinge in Mainz - Uniklinik sucht das Leck

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Was die Uni Mainz jetzt richtig macht

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Sauerbruch – ein Arzt mit vielen Facetten

Er war bereits zu Lebzeiten ein berühmter Arzt. Das Medizinhistorische Museum der Charité versucht, die vielen Facetten im Leben und Wirken von Ferdinand Sauerbruch zu fassen. mehr »

Gut eine halbe Milliarde Euro mehr Honorar

Ärzte und Krankenkassen haben ihre Honorarverhandlungen für 2020 abgeschlossen. Künftig werden Videosprechstunden besser vergütet. mehr »

Zeitdruck und Kollegen stressen im Büro

Im Vergleich zu den USA oder Japan sind die Arbeitszeiten in Deutschland eher kurz. Doch das heißt nicht, dass es am Arbeitsplatz entspannt zugeht. mehr »