Ärzte Zeitung, 24.08.2010

Koalition will einheitliche Hygiene-Regeln

BERLIN (hom). In die Diskussion um die tragischen Vorfälle an der Mainzer Uniklinik hat sich inzwischen auch die Politik eingemischt. Unions-Gesundheitsexperte Jens Spahn, sagte der "Ärzte Zeitung", die Vorgänge in Mainz müssten "gründlich untersucht" werden.

600 000 Infektionen pro Jahr im Krankenhaus seien "ein Skandal", so Spahn. Die Menschen dürften nicht kränker aus dem Krankenhaus kommen, als sie reingingen. Bundesweit einheitliche Hygiene-Regeln fehlten aber bislang."Deswegen prüfen wir in der Koalition nun eine bundesgesetzliche Regelung im Infektionsschutzgesetz." Ähnlich äußerte sich FDP-Fraktionsvize Ulrike Flach.

Auch der Chef der KKH-Allianz, Ingo Kailuweit, forderte umgehend bundesweit geltende gesetzliche Standards zur Krankenhaushygiene.

Lesen Sie dazu auch:
Drei tote Säuglinge in Mainz - Uniklinik sucht das Leck

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Was die Uni Mainz jetzt richtig macht

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von-Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »

Demenz oder Depressionen?

Benennen ältere Patienten von sich aus kognitive Defizite, sollten Ärzte hellhörig werden: Häufig liegt dann keine Demenz, sondern eine Depression vor. mehr »