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Nationaler Krebsplan macht Fortschritte

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Lange war der Nationale Krebsplan scheinbar in der Schublade verschwunden. Jetzt gibt es Aufwind.

Von Angela Mißlbeck

BERLIN. Der Nationale Krebsplan befindet sich auf einem guten Weg. Davon zeigten sich Experten und Politiker beim Deutschen Krebskongress überzeugt. "Der Nationale Krebsplan ist aktuell an den Versorgungsproblemen dran" , sagte Dr. Johannes Bruns von der Deutschen Krebsgesellschaft.

Er zeigte sich erfreut, dass Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr sich ohne Gremienbeschlüsse hinter den Krebsplan stelle. "Ich bin überzeugt, dass wir in wesentlichen Punkten in nächster Zeit vorankommen", so Bruns. Einen Wendepunkt in der Geschichte des Nationalen Krebsplans markiert dabei offenbar das Spitzengespräch im Gesundheitsministerium Anfang Februar.

"Noch im Sommer letzten Jahres existierte bei vielen Experten eine große Unsicherheit, ob sich ein Umsetzungsprozess in Gang setzen lässt", so Gerd Nettekoven von der Deutschen Krebshilfe.

Die Akteure hätten seit dem Beschluss des Deutschen Krebsplans im Jahr 2008 viele Fortschritte angestoßen, zum Beispiel bei der Leitlinienarbeit. "Sie brauchen zur Weiterentwicklung der angestoßenen Maßnahmen aber auch politische Rückendeckung", so Nettekoven weiter.

Politische Rückendeckung

Rückendeckung von Seiten des Bundesgesundheitsministeriums sagte Gesundheitsstaatssekretärin Annette Widmann-Mauz (CDU) zu. Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) gab in seiner Eröffnungsrede zum Kongress ebenfalls zu verstehen, dass er den Umsetzungsprozess des Krebsplans vorantreiben will.

Er versteht sich dabei als "Moderator", der auch danach fragen will, ob jeder seine Hausaufgaben gemacht habe.

Die Akteure zeigten sich jedoch unzufrieden damit, dass die Vorschläge des Gutachtens zur Arzneimittel-Nutzenbewertung von Januar 2011 vorerst nicht berücksichtigt werden sollen.

Wiederholte Kritik gab es auch an dem Finanzvolumen von fünf Millionen Euro für drei Jahre zur Förderung der onkologischen Versorgungsforschung durch das BMG.

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