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SPD-Antrag

"Pille danach" soll rezeptfrei werden

NEU-ISENBURG (jvb). Für Notfallkontrazeptiva mit dem Wirkstoff Levonorgestrel (LNG) sollen Frauen künftig kein Rezept mehr benötigen. Das fordert die SPD-Bundestagsfraktion in einem Antrag für den Bundestag. Voraussetzung für die rezeptfreie Abgabe soll aber eine Beratung durch Apotheker sein.

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Bisher führe die Verschreibungspflicht zu vielen Hindernissen für Frauen, die die "Pille danach" so schnell wie möglich nach einem missglückten Verhütungsversuch einnehmen müssen.

So hätten Umfragen ergeben, dass die "Pille danach" nicht immer in Apotheken vorrätig sei. Auch hätten Gynäkologen abends oder nachts sowie am Wochenende keine Sprechstunde und in Klinikambulanzen müsste man lange warten, heißt es im Antrag.

Die SPD-Abgeordeten sehen in der "Pille danach" kein Mittel zum Schwangerschaftsabbruch. Im Gegenteil: So könnte ungewollten Schwangerschaften und Abbrüchen vorgebeugt werden. Aus Sicht der Abgeordneten ist der Schritt, die Verschreibungspflicht abzuschaffen, längst überfällig.

So hätten 2002 das EU-Parlament sowie 2003 und 2009 das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zur Aufhebung der Rezeptpflicht geraten. In insgesamt 79 Ländern weltweit könnten Frauen die "Pille danach" auf LNG-Basis ohne Rezept kaufen, so die SPD.

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