Apotheker plus, 23.07.2010

Verordnungen zu Medizinprodukten werden überarbeitet

BERLIN (cw). Nach der Apothekenbetriebsordnung kommen jetzt auch die Verordnung über die Verschreibungspflicht von Medizinprodukten (MPVerschrV) und die Verordnung über Vertriebswege von Medizinprodukten (MPVertrV) auf den Reform-Prüfstand. Das Bundesgesundheitsministerium hat ein erstes, noch sehr allgemeines Diskussionspapier zu dem Vorhaben interessierten Kreisen zugeleitet und um kritische Prüfung sowie Änderungsvorschläge gebeten.

In dem Papier heißt es, es gebe sowohl Beispiele für Medizinprodukte, die der Verschreibungspflicht zu unterstellen wären, als auch Beispiele, die eine Aufhebung der Verschreibungs- und Apothekenpflicht nahelegten. So sei denkbar, die Verschreibungspflicht künftig nur auf solche Medizinprodukte zu beschränken, die bei Eigenanwendung durch Patienten ein Gefährdungspotenzial durch unsachgemäßen Gebrauch hätten.

Die Anregungen des Ministeriums zum Thema Vertriebswege lässt erkennen, dass die Rolle der Apotheker, anderer Heilberufler sowie der Gesundheitshandwerker bei der Abgabe von Medizinprodukten eher gestärkt werden könnte.

Lesen Sie dazu auch:
Gesundheitspolitik ist kein Kuhhandel
Phagro erwartet noch Änderungen
ApBetrO: Novellierung wird wohl noch dauern
Verordnungen zu Medizinprodukten werden überarbeitet

Topics
Schlagworte
Apotheke (1324)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Resistenzen behindern Kampf gegen Tuberkulose

Tuberkulose ist in Deutschland relativ selten – ganz eliminieren lässt sich die Infektionskrankheit aber noch immer nicht. Zu schaffen machen die Resistenzen. mehr »

Die Insulintablette ist in weiter Ferne

Ein orales Basalinsulin hat in einer Studie bei Typ-2-Diabetes ähnlich gut gewirkt wie injiziertes Insulin glargin. Zu einer Therapie in Tablettenform wird es dennoch nicht kommen. mehr »

Bagatellverletzungen – ein Fall für UV-GOÄ

Schulunfall, Wegeunfall oder Sportunfall? Bei kleinen Verletzungen können auch Hausärzte gelegentlich auf die UV-GOÄ zurückgreifen. Das kann sich im Vergleich mit EBM-Leistungen der Wundversorgung durchaus lohnen. mehr »