Ärzte Zeitung, 18.05.2010

Immobiliengeschäft lässt Etat der BÄK deutlich steigen

DRESDEN (bee). Der Etat der Bundesärztekammer wird im Geschäftsjahr 2010/2011 um 9,4 Prozent auf 17,97 Millionen Euro steigen. Im Jahr davor lagen die Planungen für den Haushalt bei 16,4 Millionen Euro.

Grund für den hohen Anstieg ist nach Auskunft von BÄK-Hauptgeschäftsführer Professor Christoph Fuchs ein Immobiliengeschäft: Für den Erwerb eines zusätzlichen Gebäudekomplexes am Herbert-Lewin-Platz in Berlin, der zur Zeit von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung genutzt wird, sollen im Haushalt Rücklagen in Höhe von 1,2 Millionen Euro gebildet werden. Ohne dieses Immobiliengeschäft würde die Steigerung des Gesamthaushaltes 2010/2011 nur bei 2,4 Prozent liegen. Für den Kauf sollen zusätzlich nicht verbrauchte Gelder aus dem Haushalt 2008/2009 in Höhe von 2,4 Millionen Euro verwendet werden. Die BÄK schätzt, dass der Betrieb und die Bewirtschaftung des neuen Gebäudeteils mit rund 50 000 Euro zu Buche schlagen werden.

Für das kommende Geschäftsjahr 2010/2011, das am 1. Juli 2010 beginnt und am 30 Juni 2011 endet, wird die Umlage der Landesärztekammern mit 4,45 Millionen berechnet. Damit steigt die Umlage um 3,63 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die Landesärztekammern finanzieren somit rund 70 Prozent des Haushaltes der BÄK. Weitere 21 Prozent kommen aus den Beteiligungen, hier hauptsächlich aus den Gewinnen des Deutschen Ärzteverlages.
Auf der Ausgabenseite liegt wie in den vergangenen Jahren mit 55 Prozent der größte Anteil bei dem Personalaufwand. Die satzungsmäßigen Aufwendungen liegen bei 26 Prozent, dazu gehören zum Beispiel Fortbildungen und die Finanzierung des Ärztetages. Die allgemeinen Aufwendungen benötigen 13 Prozent des Haushaltes.

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