Ärzte Zeitung, 18.05.2010

Immer weniger Pädiater sind Einzelkämpfer

NÜRNBERG (ras). In der Kinder- und Jugendmedizin sind heute fast schon genauso viele Pädiater ambulant in Gemeinschafts- oder Praxisgemeinschaften tätig wie in Einzelpraxen. Und: Im Jahr 2007 lag der Frauenanteil in dieser Fachgruppe bei 50,7 Prozent. Beide Trends dürften sich in Zukunft verstärken.

Während die Zahl der Einzelpraxen in der Pädiatrie von April 2009 bis April 2010 erneut auf nun 2502 gesunken ist, hat sich die Zahl der Gemeinschaftspraxen im gleichen Zeitraum von 1886 auf 1938 weiter erhöht. Hinzu kommen 297 Praxisgemeinschaften. Diese Zahlen stellte Professor Ronald Schmid, Vizepräsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) kürzlich auf einem Kongress in Nürnberg vor.

Da die "Generation der Einzelkämpfer" zunehmend in den Ruhestand gehe, Finanz- und Qualitätsanforderungen aber steigen, werde es immer häufiger zu kooperativen Praxisformen kommen. Schmid appellierte deshalb an die Weiterbildungsassistenten, hier frühzeitig die Weichen zu stellen. Auch mit Jobsharing-Modellen könnte vielen Pädiatern der Einstieg in die ambulante Pädiatrie erleichtert werden.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Innovationsfonds bleibt - und wird verändert

Seit 2016 fördert der GBA neue Versorgungsprojekte mit vielen Millionen. Jetzt wird bekannt: Mit dem Innovationsfonds geht es weiter - in etwas modifizierter Form. mehr »

Düsteres Bild der Weiterbildung

Fehlende Strukturen und Verstöße gegen Arbeitszeitgesetze: Eine Umfrage des Hartmannbundes unter knapp 1500 Assistenzärzten deckt gravierende Mängel in der Weiterbildung auf. mehr »

Was Kliniken von Luftfahrt lernen können

Zur Eröffnung des „Gesundheitskongresses des Westens“ versucht die Gesundheitsbranche, von anderen zu lernen: Nicht Fehler seien das Problem, sondern das Machtgefälle in Teams. mehr »