Ärzte Zeitung, 27.09.2016

Spitzenverband der Fachärzte

Positionierung mit "Agenda Facharzt 2020"

BERLIN. Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) hat sich mit einer "Agenda Facharzt 2020" für die gesundheitspolitischen Herausforderungen der Zukunft positioniert. Der bei der jüngsten SpiFa-Mitgliederversammlung verabschiedete Forderungskatalog soll in erster Linie die fachärztliche Versorgung in Klinik und Praxis gewährleisten.

Dabei sei die Lebensqualität der Menschen oberster Handlungsmaßstab, heißt es in einer Mitteilung. Dafür haben der SpiFa und seine Mitgliedsverbände konkrete Forderungen aufgestellt: Erhalt und Stärkung der Freiberuflichkeit; Niederlassungsfreiheit für Fachärzte; Bekenntnis zur gemeinsamen fachärztlichen Versorgung in Klinik und Praxis; Stärkung der sektorenübergreifenden Verbundweiterbildung.

Weitere Forderungen: eine überarbeitete GOÄ, Wahlfreiheit zwischen GKV und PKV; bessere Versorgung durch die Kombination von Kollektiv- und Selektivverträgen; liberale Wettbewerbsordnung; sinnvolle Steuerung der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen, Neuordnung der Sektorengrenzen, Ausbau von IT-Strukturen sowie eine Reform der ärztlichen Selbstverwaltung.

Als Dachverband von 27 fachärztlichen Berufsverbänden repräsentiert der (SpiFa) 150 000 Fachärzte in Klinik und Praxis. "Wir senden mit unseren Forderungen ein starkes Signal an die Politik", sagt der Präsident des Berufsverbands der Deutschen Urologen, Dr. Axel Schroeder, in seiner Funktion als 2. Vorsitzender des SpiFa. (fuh)

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (19227)
Personen
Axel Schroeder (51)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Junge sind besonders depressionsgefährdet

Der Alltag junger Menschen birgt hohe Risiken für Depressionen. Ärzte warnen: Die Gefahr der Chronifizierung ist groß. mehr »

Allergien machen Kindern zu schaffen

Allergien, psychische Störungen und Unfälle bleiben die häufigsten Risiken für chronische Krankheiten von Kindern. Vor allem Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis beeinträchtigen den Nachwuchs. mehr »