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Kongress für Allgemeinmedizin

Aufwertung der Hausarztmedizin im Blick

Zum Start des 52. Kongresses für Allgemeinmedizin und Familienmedizin in Innsbruck fordern die Fachgesellschaften DEGAM und ÖGAM eine Aufwertung der hausärztlichen Medizin.

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In einem optimal gegliederten System, das nachhaltig unnötige Wartezeiten und Fehlversorgung vermeidet, sollten Hausärzte erste Ansprechpartner sein, so die beiden Fachgesellschaften DEGAM und ÖGAM.

In einem optimal gegliederten System, das nachhaltig unnötige Wartezeiten und Fehlversorgung vermeidet, sollten Hausärzte erste Ansprechpartner sein, so die beiden Fachgesellschaften DEGAM und ÖGAM.

© contrastwerkstatt / Fotolia

INNSBRUCK. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) und die Österreichische Gesellschaft für Allgemeinmedizin (ÖGAM) wollen die Gesundheitssysteme in Deutschland und Österreich stärker auf die primärärztliche Versorgung ausrichten. In einem optimal gegliederten System, das nachhaltig unnötige Wartezeiten und Fehlversorgung vermeidet, sollten Hausärztinnen und Hausärzte erste Ansprechpartner sein. Denn sie behandelten 80 bis 90 Prozent aller Patientenanliegen abschließend – in guter Qualität und kosteneffektiv, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der DEGAM, der ÖGAM und der SÜGAM (Südtirol) zum Start des 52. Kongresses für Allgemeinmedizin und Familienmedizin in Innsbruck.

Sowohl die DEGAM als auch die ÖGAM haben vor Kurzem Papiere zur Stärkung der Allgemeinmedizin publiziert, die jetzt auf dem Kongress diskutiert werden sollen, wie es heißt.

Darüber hinaus beschäftigt sich der Kongress als Hauptschwerpunkt mit dem unerlässlichen Beziehungsgeflecht zwischen universitärer Allgemeinmedizin und hausärztlicher Niederlassung. Während der Kongresstage stehen zudem innovative Lehrkonzepte, praxisnahe Qualitätsforschung und integrierte Versorgungsmodelle im Vordergrund.

Interessen junger Allgemeinmediziner werden berücksichtigt

Die besondere Themenreihe zur "Jungen Allgemeinmedizin" sei Ausdruck einer stetig wachsenden Zahl junger Medizinstudierender, die sich für die wissenschaftliche Allgemeinmedizin begeisterten und sich dann als Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung auch in der Jungen Allgemeinmedizin Deutschland (JADE) bzw. Jungen Allgemeinmedizin Österreich (JAMÖ) organisierten und engagierten.

Insgesamt vier Keynote-Lectures würden an den drei Kongresstagen zeigen, wie Forschung und Praxis gut zusammenwirken können: Am Freitag sprechen Dr. Günther Loewit, Arzt und Schriftsteller aus Österreich ("Ersatzreligion Medizin – wie viel Medizin überlebt der Mensch?"), sowie DEGAM-Ehrenpräsident Professor Michael M. Kochen ("Forschung in der Praxis: absolut essentiell"). Den Samstag eröffnet Professor Ingrid Mühlhauser, Universität Hamburg, zum Thema "Wie kommt Evidenzbasierte Medizin zum Patienten". Es schließt Professor Frede Olesen, Aarhus University, mit seiner Keynote "The context and the doctor as a drug". (eb)

Lesen Sie dazu auch: DEGAM-Präsidentin Erika Baum im Interview: "Wir sind für die freie Arztwahl, aber auf einer Versorgungsebene"

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