Ärzte Zeitung online, 15.03.2017

Gesundheitswirtschaft

Ein Faktor für Stabilität

Ein Kommentar von Helmut Laschet

Mit durchschnittlich 3,8 Prozent pro Jahr ist die Gesundheitswirtschaft seit 2005 deutlich stärker gewachsen als die Gesamtwirtschaft. So gesehen sind Medizin und Pflege Lokomotiven in der Ökonomie, und das mit großer Kontinuität. Inzwischen erreicht die Gesundheitswirtschaft einen Anteil von zwölf Prozent an der gesamten deutschen Wirtschaftsleistung. Dies geht aus den neuesten am Montag vom Bundeswirtschaftsministerium veröffentlichten Daten hervor.

Während sonst in der Sichtweise von Gesundheitspolitikern und Krankenkassen traditionell das Gesundheitswesen als Kostgänger gesehen wird, präsentierte das Wirtschaftsministerium jetzt die Vorderseite der Medaille: die Wertschöpfung.

Und die enorme Bedeutung für den Arbeitsmarkt. Inzwischen arbeiten sieben Millionen Menschen in der Gesundheitsbranche, das sind 1,1 Millionen mehr als 2005. Besonders interessant ist die relative regionale Verteilung: In Mecklenburg-Vorpommern ist jeder fünfte Arbeitsplatz in einer Einrichtung des Gesundheitswesens, in Bayern sind es nur 15 Prozent. So zeigt sich: Die Gesundheitswirtschaft hat gerade in strukturschwachen Regionen eine wichtige stabilisierende Funktion, die Arbeit und Einkommen schafft.

Lesen Sie dazu auch:
Gesundheitsindustrie überflügelt Autobranche
Aktuelle Daten: Gesundheitsmarkt boomt weiter

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Darum will Maria Rehborn unbedingt Landärztin werden

Studentin Maria Rehborn möchte Landärztin werden in den Bergen werden – ein Portrait. mehr »

Welches Wasser in die Nasendusche?

In unserem Trinkwasser tummeln sich viele Erreger. Forscher haben nun getestet, mit welcher Methode Nasenduschen-Wasser behandelt werden sollte, um diese abzutöten. mehr »

Die Rückkehr des Badearztes

Eine Medizinerin bringt die Region Wiesbaden ins Schwitzen: als einzige Badeärztin der Gegend. Der "Ärzte Zeitung" erklärt sie, warum sie Treppen steigen lässt statt eines EKGs – und wie sie 75 Patienten an ihrer Zunge erkannte. mehr »