Staatliche Gebühr für Adressdaten ärgert Sachsens Kassen

Sachsens Kassen zahlen für Adressen von Frauen, die Anspruch auf Mammographie-Screening haben. Die Rede ist von einer halben Million Euro.

Veröffentlicht:

DRESDEN (tt). Sachsens Krankenkassen mussten im vergangenen Jahr fast eine halbe Million Euro an das Kommunale Kernmelderegister zahlen, um Adressen von Frauen übermittelt zu bekommen, die Anspruch auf ein Mammografie-Screening haben.

Diese Zahlen teilte der sächsische vdek jetzt mit. Seit 2007 gibt es in Sachsen ein flächendeckendes Angebot von Screenings für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren - die Gebühren für die Adressvermittlung wurden 2009 deutlich erhöht.

"Nur in Sachsen werden für die Adressbereitstellung durch eine staatliche Stelle Verwaltungskosten erhoben", kritisierte Silke Heinke, Leiterin des vdek Sachsen. "Dieses Geld fehlt in der medizinischen Versorgung."

Mammografie-Screening sehr populär

Gleichzeitig konnte der Verband eine Rekordteilnehmerzahl beim Mammografie-Screening vermelden. Eine Auswertung der Zahlen von 2009 durch die "Kooperationsgemeinschaft Mammografie", jüngere Gegenüberstellungen liegen laut einem vdek-Sprecher nicht vor, habe ergeben, dass etwa 69 Prozent der anspruchsberechtigten Frauen das Früherkennungsprogramm genutzt hätten, mehr als in allen anderen Bundesländern. Jede fünfte Frau habe sich "in Eigeninitiative" zum Screening angemeldet.

Dirk Bunzel, Sprecher des sächsischen vdek, erklärte auf Anfrage der "Ärzte Zeitung", dass die hohe Teilnehmerquote in Sachsen darauf zurückzuführen sei, dass "sehr aktiv um Teilnahme geworben wird".

So organisiere die bei der KV in Chemnitz angesiedelte "Zentrale Stelle Mammografie-Screening" Informationsveranstaltungen in den ländlichen Regionen, die sehr gut angenommen würden.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Wichtige Signalwege und Angriffspunkte für eine zielgerichtete Therapie beim Mammakarzinom

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [3]

Molekularpathologische Diagnostik

Welche Tests sind wichtig beim Mammakarzinom?

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH GmbH, Hamburg
Abb. 1: Algorithmus zur diagnostischen gBRCA-Testung

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [11]

HER2-negatives fortgeschrittenes Mammakarzinom

Diagnostische gBRCA-Testung ist die Basis der Therapieentscheidung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pfizer Pharma GmbH, Berlin
Versorgungsforschung: Neue Daten und hohe Evidenz für Palbociclib

© Axel Kock / stock.adobe.com

Hormonrezeptor-positives/HER2-negatives fortgeschrittenes Mammakarzinom

Versorgungsforschung: Neue Daten und hohe Evidenz für Palbociclib

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pfizer Pharma GmbH, Berlin
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Rauchverzicht wirkt sich am stärksten auf die Lebenserwartung von Menschen nach Krebserkrankung aus.

© Alpha / stock.adobe.com / Generated with AI

DKFZ

Nach Krebsdiagnose: Gesunder Lebensstil kann großen Unterschied machen

Ein Mann schwimmt in einem Schwimmbecken.

© TeamDF / stock.adobe.com

Umbrella-Review

Welcher Sport bei Depression und Angststörung am besten hilft