Ärzte Zeitung online, 21.06.2018

Endoprothesen

Verbände fordern von Politik Nachsteuerung bei Knieprothesen

BERLIN. Die Studie der Bertelsmann-Stiftung zur Zunahme von Knieprothesen-Operationen hat Fachgesellschaften und Verbände auf den Plan gerufen. In einer Stellungnahme sprechen DGOU, AE, DKG und BVOU von einem "Weckruf für die Politik". Die Steuerungsmöglichkeiten der Politik – etwa über Qualitätsverträge oder Zentrumszuschläge  – würden aktuell nicht ausreichend genutzt.

Als wesentlicher Grund für die Mengensteigerungen wird die unzureichende Vergütung der konservativen Behandlung gesehen. Angesichts dessen sei in der Regelversorgung die "frühere Entscheidung zum Kunstgelenksersatz keine Überraschung", heißt es. Eine intensivierte konservative Therapie funktioniere bisher nur im Rahmen von Selektivverträgen – als Beispiel wird der Orthopädie-Facharztvertrag der AOK Baden-Württemberg genannt.

Verwiesen wird in der Stellungnahme darauf, dass die Steigerungsrate bei den Endoprothesen mit acht Prozent "im internationalen Durchschnitt" liege. Angesichts des hohen Altersdurchschnitts der Bevölkerung wären eigentlich höhere Werte in Deutschland zu erwarten gewesen. (fst)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Grippe-Impfsaison noch lange nicht vorbei!

Kein Land Europas erreicht die Influenza-Impfziele der WHO. Jetzt vor der Grippewelle appellieren Experten daher an Ärzte, noch möglichst viele Patienten zu schützen. mehr »

Wenn Insulin zum fetten Problem wird

Schon leicht erhöhte Insulinspiegel können offenbar Adipositas sehr stark fördern. Forscher haben sich den Zusammenhang angeschaut und empfehlen Intervallfasten – mit einer Einschränkung. mehr »

Musiktherapie tut Krebskranken gut – zumindest kurzfristig

Ein Bericht für das IQWiG bescheinigt der Musiktherapie kurzfristigen Nutzen im Vergleich zur Routineversorgung bei Angst, Depression und Stress. Zur Bewertung von Langfrist-Effekten fehlen aber Daten. mehr »