Ärzte Zeitung, 17.05.2010

Ärztetag plädiert für bessere Versorgung von Behinderten

DRESDEN (bee). Der Ärztetag setzt sich vehement für den Ausbau der medizinischen Versorgung von Menschen mit Behinderung ein. Die Qualität dürfe nicht vom Standard der Versorgung von Menschen ohne Behinderung abweichen. Um die in der UN-Behindertenkonvention garantierte Versorgung umzusetzen, sollen konkrete Vorschläge erarbeitet werden: Wie Praxen und Kliniken barrierefrei aus- und umgebaut werden können, wie die Aus-, Fort- und Weiterbildung für Ärzte gestaltet werden und wie eine spezifische Versorgungsforschung auf den Weg gebracht werden kann. Der Vorstand der BÄK bereite ein Positionspapier zu dem Thema vor. Außerdem sollen, ähnlich wie Sozialpädiatrische Zentren, Medizinischen Zentren für Erwachsene mit Behinderung (MZEB) etabliert werden. Allerdings verlangen die Delegierten, dass eine ausreichende Finanzierung für den Ausbau der Versorgung sichergestellt wird. 2009 hatte sich der Ärztetag bereits intensiv mit dem Thema beschäftigt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

30 Minuten Bewegung am Tag verhindern jeden 12. Todesfall

Bewegung verlängert das Leben, das bestätigt die bisher größte Studie zum Thema. Und: Bewegung im Alltag reicht dazu schon aus, es muss kein anstrengender Sport sein. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »

Impfpflicht löst Masernproblem nicht

Eine Impfpflicht bei Masern würde ungeimpfte Erwachsene als Verursacher nicht erreichen und Skeptiker vor den Kopf stoßen. Ausbrüche sind nur mit mehr Engagement zu verhindern, so RKI-Präsident Prof. Lothar Wieler. mehr »