Ärzte Zeitung, 06.05.2013

Prävention

Bundesrat stellt sich bei Vorsorge quer

BERLIN. In Bausch und Bogen abgelehnt hat der Bundesrat den Regierungsentwurf eines Präventionsgesetzes. Die Länderkammer forderte am Freitag die Regierung auf, den Entwurf "grundlegend" zu überarbeiten.

Die Vorlage sei vollkommen unzureichend, Gesundheitsförderung und Prävention als gesamtgesellschaftliche Aufgaben zu organisieren und im Alltag und in den Lebenswelten der Bürger verstärkt zu verankern, heißt es in der Begründung des Beschlusses.

Die Haltung des Gremiums, in dem die von SPD und Grünen geführten Länder die Mehrheit haben, stieß auf Unverständnis. Alle mit dem Entwurf vorgeschlagenen Neuerungen seien sinnvoll.

Für die Ablehnung des Entwurfs durch den Bundesrat gebe es daher keinen Grund, hieß es am Wochenende aus dem Gesundheitsministerium.

Mit dem Gesetz sollen die jährlichen Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Gesundheitsvorsorge von 180 Millionen auf 420 Millionen Euro wachsen. Der Entwurf ist im parlamentarischen Verfahren. (af)

Topics
Schlagworte
Prävention (2908)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Hunde im MRT hygienischer als bärtige Männer

Ist es hygienisch, Hunde in MRT-Scanner zu legen, mit denen primär Menschen untersucht werden? Ja, legt eine Studie nahe: Bärtige Männer bergen höhere Kontaminationsrisiken. mehr »

Starke Konzentration wird im Fall Valsartan zum Klumpenrisiko

Noch ist die Risikobewertung im Fall Valsartan nicht abgeschlossen. Aber der Vorgang zeigt die Risiken der starken Marktkonzentration. mehr »

Die Gesundheit der Bombenkinder

Seit Jahrzehnten berichten viele Hibakusha – so nennt Japan seine Atombombenopfer – regelmäßig vor Schülern und Interessierten aus dem In- und Ausland von dem Grauen, das sie und ihre Angehörigen erlebten. mehr »