Ärzte Zeitung, 03.06.2014

Rauchverbote

Weniger Frühgeburten und Asthmaanfälle

Eine Untersuchung belegt den gesundheitlichen Nutzen von Rauchverboten: Weniger Frühgeburten und Asthmaanfälle.

FRANKFURT. Das öffentliche Rauchverbot wirkt sich positiv auf die Gesundheit der Bevölkerung aus. Besonders Kinder profitieren davon. So haben weitreichende Rauchverbote dazu beigetragen, dass es weniger Frühgeburten und schwere Asthmafälle gibt.

Eine in der Zeitschrift "Spektrum der Wissenschaft" veröffentlichte Metaanalyse von elf Studien aus Nordamerika und Europa untermauert, dass allein öffentliche Rauchverbote ausreichen, damit die Zahl an Frühgeburten und schweren Asthmafällen bei Kindern innerhalb eines Jahres nach dem Erlass um jeweils mindestens zehn Prozent reduziert werden kann.

Die elf von Jasper Been, Universität Maastricht, untersuchten Studien zwischen 2008 und 2013 umfassten 2,5 Millionen Geburten und 250.000 Asthmaanfälle, die in einer Klinik behandelt werden mussten. Fünf Erhebungen betrafen lokale Rauchverbote in den USA, sechs Europa.

Die Forscher waren überrascht, wie rasch Rauchverbote Wirkung zeigen, zumal sich auch die Zahl der als zu klein und leicht geborenen Babys in diesem Zeitraum um fünf Prozent verringert hat. (ras)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So teilt sich die Arbeitszeit von Ärzten auf

Wie viel Zeit bringen Ärzte für GKV-Patienten auf, wie viel für Bürokratie? Wie sind die Unterschiede in Stadt- und Landpraxen und den Fachbereichen? Wir geben Antworten. mehr »

Sepsis – "häufigste vermeidbare Todesursache im Land"

Alle sechs bis sieben Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch an einer Sepsis. Viele dieser Todesfälle wären vermeidbar. Ärzte, Patientenschützer und Politiker fordern jetzt: Die Blutvergiftung muss als Notfall akzeptiert werden. mehr »

"Hacker kommen wie durch eine offene Tür in Arzt-Systeme"

Nehmen niedergelassene Ärzte Gefahren durch Cyber-Angriffe ernst genug? Sie selbst glauben das mehrheitlich. Ein Sicherheitsexperte gießt Wasser in den Wein. mehr »