Ärzte Zeitung App, 23.10.2014

Gesundheitsleitbild

Prävention soll zentrale Säule werden

STUTTGART. Prävention und Gesundheitsförderung sollen gleichberechtigt neben der medizinischen Versorgung stehen und gestärkt werden. Das ist ein Ziel des Gesundheitsleitbildes für Baden-Württemberg, das in Stuttgart vorgestellt worden ist.

Die Bürger- und Patientenorientierung im Gesundheitswesen wird als weiteres wichtiges Qualitätsmerkmal hervorgehoben.

Das Gesundheitsleitbild soll beschreiben, nach welchen Kriterien das Gesundheitssystem im Südwesten weiterentwickelt werden soll. Auf Landes-, Kreis- und Gemeindeebene soll das Leitbild allen Akteuren einen "Orientierungsrahmen" vorgeben.

Am Mittwoch berieten die Teilnehmer der Landesgesundheitskonferenz über die konkrete Umsetzung.

Gesundheitsministerin wertet Projekt als Erfolg

Trotz der fehlenden Zuständigkeit des Landes in Fragen der medizinischen Versorgung, der Pflege und der Gesundheitsförderung bezeichnete Gesundheitsministerin Katrin Altpeter (SPD) den Leitbildprozess als Erfolg.

Es sei bisher in keinem anderen Bundesland gelungen, alle relevanten Akteure an einem Tisch zu versammeln und zu gemeinsamen Empfehlungen zu bewegen.

Regionale Analysen in den Gesundheitskonferenzen der Stadt- und Landkreise sollten künftig die Basis für die Gestaltung der Versorgungsstrukturen vor Ort bilden, hieß es.

Sechs Kreise sollen in einem Pilotvorhaben einen "Fachplan Gesundheit" erstellen, kündigte Altpeter an. Die Kreise würden bei diesem Prozess mit jeweils 50.000 Euro gefördert. (fst)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »

Stotter-Therapie im virtuellen Raum

Geschätzt über 800.000 Bundesbürger stottern. Viele von ihnen ziehen sich komplett zurück, weil sie Ablehnung fürchten. Ein Ausweg: Therapie-Methoden, bei denen man zunächst zu Hause sprechen übt – online. mehr »