Ärzte Zeitung online, 14.12.2018

E-Zigaretten

Hamburg plant Aufklärung für Jugendliche

HAMBURG. Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) will junge Menschen über das Suchtpotenzial von E-Zigaretten aufklären. Ihre Behörde plant entsprechende Informationen über das Internet. Grund ist ein zunehmendes Angebot an E-Zigaretten auf dem deutschen Markt.

Prüfer-Storcks befürchtet, dass insbesondere Kinder und Jugendliche von dem neuen Angebot verleiten lassen. Bei jungen Menschen sieht sie ein verstärktes Risiko, dass sie auf die vermeintlich gesündere Alternative der E-Zigarette zurückgreifen. „Dieses Risiko wird durch den Trend zu modischen E-Zigaretten mit attraktiv klingenden Geschmacksrichtungen weiter verstärkt“, sagte sie.

Mit den E-Zigaretten werden in der Regel Flüssigkeiten verdampft und der dabei entstehende Nebel inhaliert. Diese Liquids bestehen aus verschiedenen Zusammensetzungen, zu denen oft auch Nikotin zählt. „Besonders bedenklich ist das gesundheitliche Risiko bei Kindern und Jugendlichen, da von E-Zigaretten ein hohes Suchtpotenzial ausgeht und sie als Einstieg zum Tabakrauchen dienen können“, so Prüfer-Storcks Behörde.

Mit dem 2016 geänderten Jugendschutzgesetz und Jugendarbeitsschutzgesetz wurde das Abgabe- und Konsumverbot von Tabakwaren für Minderjährige auf E-Zigaretten und E-Shishas ausgeweitet. (di)

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