Ärzte Zeitung online, 02.03.2017

Krebs

Ex-Arbeiter von Fukushima klagt

FUKUSHIMA/SAPPORO. Sechs Jahre nach der Havarie im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi hat ein früherer Arbeiter den japanischen Staat auf Entschädigung verklagt. Seit seinem Einsatz dort in der zweiten Jahreshälfte 2011 wurde bei dem 58-Jährigen aus Sapporo zwischen Juni 2012 und Mai 2013 Krebs in der Blase, im Magen sowie im Darm diagnostiziert. Er sei über 56 Millisievert an radioaktiver Strahlung ausgesetzt gewesen. Es ist die erste Entschädigungsforderung dieser Art seit dem von einem Erdbeben und Tsunami ausgelösten Desaster. Zudem fordert er vom Betreiber des Kraftwerkes Tokyo Electric Power Company und weiteren Parteien rund 65 Millionen Yen (etwa 540.000 Euro) Entschädigung. (bso)

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