Ärzte Zeitung App, 24.02.2014

Anlagen-Kolumne

In-vitro-Markt hat Zukunft

Von Hanno Kühn

Diagnostik: In-vitro-Markt hat Zukunft

Die Nachfrage nach In-vitro-Diagnostik steigt kontinuierlich; dank der vielfältigen Anwendungen wächst dieser Markt jährlich um durchschnittlich fünf Prozent.

Der wichtigste Trend der vergangenen Jahre in der In-vitro-Diagnostik ist die Entwicklung von Begleittests für neuartige Medikamente, sogenannte Companion-Tests. Ein anderes immer wichtigeres Anwendungsgebiet ist die Genanalyse, die bei der Diagnose, aber auch in Forschung und Entwicklung immer mehr Bedeutung gewinnt.

Die Unternehmen in den relevanten Gebieten - Diagnostika, aber auch Pharma und Life Science - konnten zuletzt große Fortschritte bei Analyseverfahren und Therapien erzielen und profitieren davon auch wirtschaftlich: Pharmaunternehmen etwa, indem sie Premiumpreise für neue Medikamente erzielen - bei geringeren F&E-Kosten.

Auch weiterhin hohes Wachstum erwartet

Life-Science-Unternehmen bringen immer schnellere und effizientere DNA-Sequenzierungsgeräte auf den Markt. Und für Diagnostik-Unternehmen sind neue Tests, vor allem Companion-Tests, ein Wachstumsfeld. Diese Erfolge spiegeln sich in den Aktienkursen der Gesellschaften wider.

Zu den größten Pharma-Anbietern in der In-vitro-Diagnostik gehört Roche. Auch die Merck KGaA und Novartis, haben Medikamente zur Behandlung genmutierter Krebsarten auf den Markt gebracht.

In der Diagnostik ist bioMérieux der größte nicht konzerngebundene Anbieter, während weitere Marktteilnehmer Teil großer Konzerne sind, etwa Abbott, Siemens oder Johnson & Johnson. Im Bereich Life Science ist Illumina die Nr. 1, beim Umsatz und in der technischen Entwicklung.

Wir erwarten weiterhin hohe Wachstumsraten in diesem Subsegment der Gesundheitsbranche, denn individualisierte medizinische Entscheidungen und Therapien werden auch künftig - vielleicht sogar mehr denn je - gefragt sein. Diese Entwicklung dürfte Anlegern gute Chancen bieten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Diabetikern wird der HbA1c-Wert nicht oft genug kontrolliert

Eigentlich sollten Ärzte mindestens zweimal im Jahr den HbA1c-Wert bei Typ-2-Diabetikern bestimmen. Bei jedem vierten Patienten messen sie ihn aber nur einmal oder gar nicht. mehr »

SPD will "Ende der Zwei-Klassen-Medizin"

14:10 Nach der knappen Abstimmung pro GroKo-Verhandlung geht es nun darum, die auf dem SPD-Parteitag angesprochenen "Nachbesserungen" in den Koalitionsvertrag reinzuverhandeln. KBV und Hartmannbund reagieren skeptisch. mehr »

Beunruhigend hohe Zahlen in der Altenpflege

Altenpflegekräfte fehlen fast doppelt so oft wegen psychischer Erkrankungen wie andere Beschäftigte, heißt es im länderübergreifenden Gesundheitsbericht für Berlin und Brandenburg. mehr »