Ärzte Zeitung, 10.10.2014

Erstattung reduziert

Osteopathen bedauern Entscheidung der TK

WIESBADEN. Die Diskussion über die Kosten, die den Krankenkassen für die Osteopathie als Satzungsleistung entstehen, hat offenbar Konsequenzen. Die Techniker Krankenkasse (TK) wird in Zukunft statt bisher maximal 360 Euro im Jahr nur noch 120 Euro ihren Versicherten erstatten.

Der Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) in Wiesbaden sieht in diesem Schritt eine Reaktion auf die vermeintliche Kostenexplosion bei den Osteopathieausgaben der Kassen, bedauert die Entscheidung der TK und appelliert an die übrigen Kassen, "überlegt zu handeln".

Zwar seien die Kosten für Osteopathie gestiegen, aber in die Rechnung einbezogen werden müssten auch Einsparungen durch Osteopathie in Form nicht mehr nötiger Operationen, so der Verband.

Wichtiger sei eine Sicherung der Qualität der Osteopathiebehandlungen, betont der VOD. (ger)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich
[04.11.2014, 12:25:35]
Dr. Fabienne Hübener 
Den Beweis würde ich auch gerne mal sehen
ärgerlich: Der oben genannte sciencedirect-Link stammt nicht von einer Wissenschaftlerin, sondern einer PR-Beraterin. Ist also wenig überzeugend. zum Beitrag »
[14.10.2014, 15:12:35]
Georg Supp 
Das hilft nicht weiter
Vielen Dank für den Link.
Meine Frage, welche Operationen dadurch verhindert werden konnten, bleibt unbeantwortet. Gerade im Bezug auf die Krankehauskosten verwirrt der Bericht mehr als er klärt. Irgendwie ist es logisch, dass jemand, der im Zeitraum vor einer wie auch immer gearteten Behandlung Kosten durch einen Krankenhausaufenthalt erzeugt hat, danach weniger Kosten durch einen Krankenhausaufenthalt erzeugt. Besipiel: Krankenhausaufenthalt wegen Implantation einer Hüft-TEP...danach Osteopathie...und kein Krankenhausaufenthalt mehr.
Zudem ist der Bericht nicht geeignet, die Kostenersparnis tatsächlich in Verbindung mit der osteopathischen Behandlung zu bringen. Es fehlt eine Kontrollgruppe von 100 Leuten, die im gleichen Zeitraum eben keine Osteopathiebehandlung eralten haben. zum Beitrag »
[10.10.2014, 19:55:51]
Florian Völker 
z.B. auf dieser Grundlage!
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1615907114600617 zum Beitrag »
[10.10.2014, 18:31:42]
Georg Supp 
Osteopathie und Operationen
Zitat:
"Zwar seien die Kosten für Osteopathie gestiegen, aber in die Rechnung einbezogen werden müssten auch Einsparungen durch Osteopathie in Form nicht mehr nötiger Operationen, so der Verband."

Es wäre schön, wenn der Osteopathieverband darlegen könnte, welche Operationen durch Osteopathie vermieden werden können und auf welcher Grundlage diese Aussage gemacht wird. zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Vom Chefarzt zum Hausarzt-Assistenten

Selten dürfte es sein, wenn nicht einmalig: Dr. Roger Kuhn hat seinen Chefarztposten im Krankenhaus aufgegeben, um in einer Hausarztpraxis zu arbeiten – als Assistent. mehr »

Wenn die Depressions-App zweimal klingelt

Smartphone-Apps könnten helfen, eine beginnende Depression oder ein hohes Suizidrisiko aufzuspüren. Lernfähige Algorithmen könnten ein verändertes Nutzerverhalten erkennen – und notfalls Alarm schlagen. mehr »

Psychotherapeuten versus Regierung

Die Psychotherapeuten laufen Sturm gegen das Terminservice- und Versorgungsgesetz. Sie fordern gleiche Rechte für ihre Patienten. mehr »