Ärzte Zeitung, 10.11.2010

Gericht: Keine Strafe für "Schwarzsurfer"

Wird das Funknetz der Praxis oder auch im Privathaushalt des Arztes unverschlüsselt betrieben, könnten Unbekannte unbehelligt über das Netz ins Internet. Das "Schwarzsurfen" ist dann nicht strafbar, wie kürzlich das Landgericht (LG) Wuppertal entschied.

Die Staatsanwaltschaft Wuppertal wollte ein Strafverfahren gegen einen Surfer eröffnen, der sich in ein fremdes WLAN-Netz eingewählt hatte. Das LG lehnte dies ab: Es gebe keinerlei Strafvorschrift, die greift. Insbesondere liege kein Datenschutz-Verstoß vor, weil ein "Schwarzsurfer" sich keine fremden Daten beschaffe. (mwo)

Az.: 25 Qs 177/10

Lesen Sie dazu auch:
Virtuelle Rezeption macht MVZ Konkurrenz
Dell vertreibt Server bei notebooksbilliger.de
Plattform vereinfacht die Online-Kommunikation
Gericht: Keine Strafe für "Schwarzsurfer"
Tipps und Infos für innovative Praxisteams

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Beginnt die MS im Dünndarm?

Im Dünndarm werden wohl "Schläfer-T-Zellen" aktiviert, die eine MS triggern. Jetzt sind Forscher auf der Suche nach dem Auslöser – und haben Keime im Verdacht. mehr »

Wie die Neurologie von der Flüchtlingskrise profitiert

Migranten sind für Europa eine Herausforderung, doch sie bringen auch neue Erkenntnisse: Mediziner können durch Zuwanderer erforschen, wie Gene und Umwelt mit neurologischen Krankheiten zusammenhängen. mehr »

Hausbesuche bringen wohl mehr Honorar

Beim GKV-Spitzenverband gilt als ausgemacht, dass die Ärzte für eine Ausweitung der Mindestsprechzeiten nur sparsam honoriert werden sollen. Das Honorarsystem soll keine Gelddruckmaschine für Ärzte sein. Eine Ausnahme könnte es geben: Hausbesuche. mehr »