Verschiebung der AKR noch auf der Kippe

DÜSSELDORF (iss). Auch wenn viele Ärzte davon ausgehen - die Verschiebung der Ambulanten Kodierrichtlinien (AKR) ist noch längst nicht ausgemacht.

Veröffentlicht:

Neben dem Starttermin 1. Januar 2012 diskutieren die Kassenärztlichen Vereinigungen zwei weitere Varianten: Die Umsetzung der AKR wie ursprünglich geplant am 1. Juli 2011 und eine Regionalisierung des Themas.

Knackpunkt der Diskussion ist die Ankündigung der Kassen, dass eine spätere Umsetzung finanzielle Folgen hätte. Die Rede ist von 400 Millionen Euro, die bei einer Verschiebung um ein halbes Jahr an der künftigen Gesamtvergütung fehlen würden.

Die KVen sind noch uneins, wie sie mit diesem Aspekt umgehen wollen. Deshalb kam der Vorschlag, die Entscheidung den Regionen zu überlassen, auch wenn das kaum praktikabel erscheint.

Dem Vernehmen nach könnte bereits am Donnerstag dieser Woche eine Entscheidung fallen.

Lesen Sie dazu auch: Köhlers dritter Weg für die Kodierrichtlinien: Regionalisierung

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Statistisches Bundesamt

Beschäftigte arbeiten 2026 2,4 Arbeitstage mehr

Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
Dr. Uwe Wolfgang Popert 30.03.201114:40 Uhr

pathologische Entwicklung

Das Beste, was man über die AKR sagen kann, ist, dass sie die konsequente Weiterentwicklung einer Kodierung ist, die von und für Pathologen geschaffen wurde.
Die von der KBV versprochenen praxisnahen Erleichterungen sind noch weitgehend unbekannt und nicht getestet. Der bayrische Pilottest der AKR - obwohl bewusst unvollständig und irreführend geplant- endete in einem Desaster.

Selbst wenn die Kassen mehr Honorar für mehr Diagnosen ausgeben würden - für eine realistische zusätzliche tägliche Arbeitsbelastung von 30-60min je Praxis wären etwa 5 Mrd. € pro Jahr (!) nötig. Davon war noch nie die Rede.
Allerdings ist dieses Szenario ohnehin unrealistisch - die Kassen und die Politik setzen auf Umverteilung statt Zusatzhonorare.

Also unterm Strich: mehr Bürokratie und Personalkosten = weniger Geld und weniger Zeit. Ob das die KV-Vorstände ihrer Basis verkaufen können?

Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Medizinische Rehabilitation

Wie Ärzte beim beim Reha-Antrag unterstützen können

Robert Koch-Institut

Impfkalender für 2026: Die Neuerungen im Überblick

Lesetipps
Diabetespatientin spritzt sich Insulin mit Insulinpen

© Goffkein / stock.adobe.com

Wenig bekannte Insulinkomplikation

Vorsicht bei Insulininjektionen: Nicht immer dieselbe Stelle nehmen

Eine kalorienarme, pflanzenbasierte Kost für mehrere Tage am Stück pro Monat kann Patienten und Patientinnen mit Morbus Crohn bei der Remission helfen.

© rh2010 / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn: In nur fünf Tagen per Diät zur Remission?