Ärzte Zeitung, 26.05.2016

Umfrage zeigt

Immer mehr Praxen mit Online-Terminbuchung

Immer mehr Arztpraxen wollen ihren Patienten Terminbuchung oder Rezeptbestellung online anbieten.

MÜNCHEN. Die Zufriedenheit von Haus- und Fachärzten mit ihren digitalen Angeboten in der Praxis ist sehr groß.

Das legt zumindest eine nicht-repräsentative, aber standardisierte Online-Befragung unter 1382 Ärzten und anderen Heilberuflern nahe, die nach Unternehmensangaben zumindest kostenlos bei dem Arztempfehlungsportal Jameda registriert waren.

Demnach bekunden 96 Prozent der Mediziner, die bereits online einen Termin vergeben haben, die Bereitschaft, diesen Service erneut anzubieten. Fast genauso hoch ist die Wiederbenutzungsbereitschaft mit 94 Prozent in puncto Online-Rezept und mit 93 Prozent in Sachen Telemonitoring.

Bei der zuletzt oft kontrovers diskutierten Online-Sprechstunde würden immerhin 86 Prozent der Befragten ihren Patienten diesen Service wieder anbieten.

Die Bundesärztekammer hatte dazu Ende 2015 ein klärendes Papier zum Fernbehandlungsverbot vorgelegt. 85 Prozent der Umfrageteilnehmer würden zudem eine Online-Patientenakte wieder anbieten.

Patienten wünschen Online-Terminbuchung

Laut Jameda bietet jeder dritte der befragten Mediziner seinen Patienten an, Termine online zu buchen. Einer der Hauptgründe, weshalb Ärzte eine Online-Terminbuchung ermöglichen, sei, dass diese der erfolgreichen Patientenansprache diene.

Auf den Wunsch der Patienten nach Online-Lösungen für Arzttermine folge als zweitwichtigstes Motiv für die Nutzung einer Online-Terminbuchungslösung der Wunsch, Patienten einen besonderen Service zu bieten.

Viele Ärzte nutzten die Online-Terminbuchung demnach als Alleinstellungsmerkmal, mit dem sie sich von anderen Praxen abheben.

Auch unter den Ärzten, die in ihrer Praxis bisher keine Online-Terminbuchung anbieten, sei das Interesse schon heute sehr groß.

46 Prozent von ihnen hätten angegeben, daran interessiert zu sein, so dass aus Sicht des Portalbetreibers zu erwarten ist, dass sich das Angebot für Patienten in Zukunft noch vergrößern wird. (maw)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Ein Gelähmter kann wieder gehen

Obwohl er querschnittsgelähmt ist, konnte ein Mann wieder einige Schritte gehen - dank der elektrischen Rückenmark-Stimulation. Von Heilung wollen die Ärzte aber nicht sprechen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Das ist bei einer Datenpanne zu tun

Bei einem Datenleck in der Praxis sind Inhaber nach der Datenschutzgrundverordnung verpflichtet, dies zu melden. Wem und wie, das erläutern Medizinrechtler. mehr »