Ärzte Zeitung, 17.06.2015

Blutzuckerteststreifen

Selbstzahler bevorzugen den Fachhandel

Der Anteil der GKV am Markt der Blutzuckerteststreifen hat sich durch die Erstattungs-Beschränkung um 18 Prozentpunkte auf 65 Prozent verringert.

FRANKFURT/MAIN. Seit der Beschränkung der GKV-Erstattung von Diabetes-Teststreifen auf insulinpflichtige Diabetiker, wie sie der GBA vor vier Jahren beschlossen hatte, bewegt sich der gesamte Teilmarkt wenig volatil seitwärts.

Nach Angaben des Frankfurter Beratungsunternehmens IMS Health wurden 2014 rund 39,3 Millionen Packungen mit Teststreifen über öffentliche Apotheken und den Diabetes-Fachhandel abgegeben (+3,0 Prozent). In den Vorjahren 2013 und 2012 betrugen die Wachstumsraten 2,8 beziehungsweise 2,4 Prozent.

Auch die Umsätze machen keine großen Sprünge: 2014 wurden mit Blutzuckerteststreifen 822,5 Millionen Euro (zu Herstellerabgabepreisen) erlöst und damit ein Prozent mehr als im Vorjahr. 2013 und 2012 war die Veränderung mit -3,1 beziehungsweise -0,45 Prozent negativ. 65 Prozent des Umsatzes entfielen auf GKV-Rezepte.

Zum Vergleich: 2010, dem letzten vollen Jahr vor der Erstattungs-Beschränkung betrug die GKV-Quote 83 Prozent. Auf Privatrezepte entfielen 2014 nach Umsatz 5,3 Prozent des Marktes und nach Absatz 5,1 Prozent. Selbstzahler gaben in Apotheken rund 66 Millionen Euro (-4,1 Prozent) für Teststreifen aus, im Diabetes-Fachhandel 176 Millionen Euro (+3,5 Prozent). (cw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Fünf wichtige Fakten zur Herzgesundheit der Deutschen

Heute wurde in Berlin der Herzbericht 2017 vorgestellt. Es zeigt sich, dass Herzerkrankungen jeglicher Art weiter zunehmen. mehr »

Trumps Leibarzt attestiert dem US-Präsidenten beste Gesundheit

US-Präsident Donald Trump attestierte sich kürzlich selbst kerngesund und ein "stabiles Genie" zu sein. Sein Leibarzt bestätigte ihm jetzt einen überragenden Gesundheitszustand – mit einer Einschränkung. mehr »

Ein Anästhetikum zur Behandlung bei schweren Depressionen?

Ketamin - einst als Anästhetikum entwickelt - hat sich in mehreren Studien bei Patienten mit therapieresistenten Depressionen bewährt. Doch: Für Euphorie ist es noch zu früh. mehr »