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Kardiologen tagen

Die heißen Themen beim ESC-Kongress

Beim europäischen Kardiologenkongress in München werden in drei"Hotline"-Sitzungen 18 neue Studien vorgestellt, darunter einige wichtige aus Deutschland.

Veröffentlicht:

MÜNCHEN (ob). Die rasche Zunahme von Transkatheter-Aortenklappen-Implantationen (TAVI) bei Patienten mit Aortenstenose speziell in Deutschland hat in jüngster Zeit international auch Bedenken und kritische Kommentare hervorgerufen.

Da dürfte es von großem Interesse sein, welche Erfahrungen mit dieser neuen Behandlungsmethode, die erstmals eine Alternative zur palliativen Valvuloplastie bei inoperablen Hochrisiko-Patienten mit schwerer Aortenstenose bietet, inzwischen in der Praxiswirklichkeit gewonnen wurden. Professor Christian Hamm aus Bad Nauheim wird dazu erste Daten aus dem Deutschen Aortenklappen-Register (GARY) vorstellen.

Anders als bei systolischer Herzschwäche mangelt es bei diastolischer Herzinsuffizienz an evidenzbasierten Therapien. Es gibt Hinweise, dass eine erhöhte AldosteronAktivität zur vermehrten Steifigkeit und Füllungsbehinderung der Ventrikel beitragen könnte.

In der ALDO-DHF-Studie ist bei rund 420 Patienten die Wirkung des Aldosteronrezeptorblockers Spironolacton auf den Verlauf einer diastolischen Herzinsuffizienz untersucht worden. Primäre Endpunkte sind Belastungskapazität und diastolische Funktion.

Die Studie wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert. Das Kompetenznetz Herzinsuffizienz leistete wesentliche Unterstützung,

In der deutschen IABP-Shock-II-Studie ist das Verfahren der intraaortalen Ballon-Gegenpulsation (IABP) bei Patienten mit infarktbedingtem kardiogenen Schock und Wiedereröffnung der Infarktarterie durch perkutane Koronarintervention (PCI) getestet worden. Kardiologen erhoffen sich davon endlich Klarheit über den Nutzen dieser in der Praxis schon seit geraumer Zeit eingesetzten Methode.

Vorgestellt wird auch die große TRILOGY-ACS-Studie, in der Wirksamkeit und Sicherheit des Plättchenhemmers Prasugrel bei akutem Koronarsyndrom im Kontext einer rein medikamentösen Therapie untersucht worden sind.

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