Septischer Schock

12 Neugeborene sterben in afghanischem Krankenhaus

Veröffentlicht:

KABUL. In einem Krankenhaus in der nordostafghanischen Provinz Pandschir sind 12 Neugeborene ums Leben gekommen.

Die Säuglinge seien am Sonntag an septischen Schocks gestorben, bestätigte ein Vertreter der italienischen Nichtregierungsorganisation „Emergency“ in Afghanistan am Montag. Alle hätten die gleichen Symptome aufgewiesen.

Zwei weitere Neugeborene waren am Montag noch in Lebensgefahr. Die Säuglingsstation in dem von der NGO betriebenen Krankenhaus im Bezirk Anabah sei abgeriegelt worden, sagte der Sprecher. Ein Fehlverhalten des medizinischen Personals schloss er aus.

Demnach sollen nun Labortests zeigen, wodurch die septischen Schocks verursacht wurden. Der jahrzehntelange Krieg und anhaltende Gewalt haben verheerende Auswirkungen auf das Gesundheitssystem in Afghanistan.

Ein großer Teil der Gesundheitsversorgung wird durch Nichtregierungsorganisationen bereitgestellt. Die NGO „Emergency“ ist seit 1999 im Land aktiv.

Nach eigenen Angaben wurden in Einrichtungen der NGO bisher mehr als sechs Millionen Patienten behandelt. (dpa)

Mehr zum Thema

„ÄrzteTag“-Podcast

Kinder und Corona – Dick und depressiv durch die Pandemie?

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Ein Arzt impft eine Frau in einer Hausarztpraxis mit dem Impfstoff von Pfizer/Biontech. Die Vakzine von AstraZeneca soll nun doch nicht in die Praxen kommen.

Neue Bestellmodalitäten

Nun gibt es doch nur Comirnaty® für Arztpraxen

Barometer steht auf Schlechtwetter: Wechselhaft bis regnerisch – auch Ärzte blicken in der aktuellen Phase der Pandemie nicht mehr so optimistisch in die Zukunft wie noch im Herbst 2020.

Medizinklimaindex

Stimmung bei Hausärzten beginnt zu kippen