Direkt zum Inhaltsbereich

Ernährung

Äpfel und Tee schützen Trinker und Raucher vor Krebs – vielleicht

Flavonoide mindern Risiken für Krebs- und Herztod – etwa durch Tabak und Alkohol.

Veröffentlicht:
Apfel und Tee im idyllischen Gegenlicht: Sind die beiden Nahrungsmittel eine gute Kombination gerade für Raucher?

Apfel und Tee im idyllischen Gegenlicht: Sind die beiden Nahrungsmittel eine gute Kombination gerade für Raucher?

© Cherries / stock.adobe.com

PERTH/KOPENHAGEN. Wegen ihres hohen Gehalts an Flavonoiden mindern Äpfel und Tee offenbar das erhöhte Risiko für Krebs und Herzerkrankungen durch Rauchen oder erhöhten Alkoholkonsum, berichten Forscher im Fachblatt „Nature Communications“ (2019; 10: online 13. August). Die sekundären Pflanzenstoffe unterstützen nach bisherigen Studien zudem die Immunabwehr und könnten somit vor Infektionen schützen.

Das Team um Dr. Nicola Bondonno von der University of Western Australia in Perth und Dr. Frederik Dalgaard von der Universität in Kopenhagen hat Daten von über 56.048 Teilnehmern der Dänischen „Diet, Cancer, and Health“-Kohorte mit Registerdaten des Landes verknüpft. Binnen 23 Jahren waren 14.083 von ihnen gestorben.

Regelmäßiger Konsum von Lebensmitteln mit hohem Flavonoid-Gehalt war dabei mit einer verringerten Sterberate an Krebs und Herzreislauf-Erkrankungen verknüpft. Besonders stark ausgeprägt war dieser Zusammenhang bei Rauchern oder Menschen mit erhöhtem Alkoholkonsum (im Schnitt über 20 g Alkohol am Tag – das sind mehr als 0,5 l Bier ).

Mit Alkohol und Rauchen aufhören am besten

Besonders in den Risikogruppen sollte daher der Verzehr solcher Lebensmittel gefördert werden, betont Erstautorin Bondonno in einer Mitteilung ihrer Universität. Allerdings: „Bei weitem das Beste für die Gesundheit ist es, mit dem Rauchen aufzuhören und den Alkoholkonsum zu reduzieren.“

In der Studie war das Risiko für Krebs- und Herzerkrankungen bei jenen Teilnehmern am niedrigsten, die im Schnitt etwa 500 mg Flavonoide am Tag konsumierten. Dies lasse sich zum Beispiel erreichen mit täglich insgesamt „einer Tasse Tee, einem Apfel, einer Orange, 100 g Blaubeeren plus 100g Brokkoli.“

Das deckt sich mit der Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für fünf Portionen Gemüse und Obst am Tag. Flavonoide wirken entzündungshemmend und fördern so die Gefäßgesundheit. Das könnte die Studienresultate erklären. (dpa/eis)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kasuistik

Schwindel und Leistungsknick: Was sehen Sie im EKG?

Stürze vermeiden!

Synkopen wegen Blutdruck-Schwankungen: Worauf es dann ankommt

Das könnte Sie auch interessieren
Welche Rolle spielt Zink?

© Tondone | AdobeStock

Immunsystem unterstützen:

Welche Rolle spielt Zink?

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Impf- und Zinkstatus im Blick

© Wörwag Pharma | KI-generiert

Bei Risikogruppen:

Impf- und Zinkstatus im Blick

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

© artemidovna | AdobeStock

Ernährungsfallen:

Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Holzklötze mit Symbolen für verschiedene Versicherungsarten, dahinter eine Person im weißen Hemd.

© REDPIXEL / stock.adobe.com

Cancer is Changing

Medizinischer Fortschritt: „Zwei von drei Krebspatientinnen leben heute länger als fünf Jahre nach der Diagnose“

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BeOne Medicines Germany GmbH

Vom Warnsignal zur RNAi-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
HFpEF: Diagnostik, Therapie und Monitoring für die tägliche Praxis

© Rasi / stock.adobe.com

Chronische Herzinsuffizienz

HFpEF: Diagnostik, Therapie und Monitoring für die tägliche Praxis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Übersicht und Metaanalyse

Probiotika könnten Arthrose-Beschwerden lindern

Kasuistik

Schwindel und Leistungsknick: Was sehen Sie im EKG?

Lesetipps
Ältere Frau sitzt auf dem Boden und hält sich den Kopf.

© LIGHTFIELD STUDIOS / stock.adobe.com

Stürze vermeiden!

Synkopen wegen Blutdruck-Schwankungen: Worauf es dann ankommt