HIV

Ärztinnenbund für mehr Frauen-Studien

Prävention und HIV-Forschung vernachlässigen oft Situation von Frauen.

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BERLIN. Die weltweite HIV-Forschung vernachlässigt nach Ansicht des Deutschen Ärztinnenbunds die Frauen. Dadurch wüssten Mediziner nicht genug, um betroffene Frauen angemessen behandeln zu können.

Darauf machte die Organisation anlässlich des Welt-Aids-Tags in einer Mitteilung aufmerksam. Nicht nur die Forschung, auch die speziell auf Frauen zugeschnittene Prävention müsse weltweit ausgebaut werden.

Nach Angaben des UN-Programms zur Aids-Bekämpfung (UNAIDS) leben weltweit 34 Millionen Menschen mit HIV. Besonders südlich der Sahara ist der Anteil an Frauen unter den Infizierten hoch. Dort sind UNAIDS zufolge 58 Prozent der Menschen, die das Virus in sich tragen, weiblich.

Auch andere Organisationen stellten Forderungen: Das Aktionsbündnis gegen Aids verlangte, dass sich Deutschland international stärker für die Aids-Bekämpfung engagiere.

HIV nicht auf leichte Schulter nehmen

Grünen-Chefin Claudia Roth wies darauf hin, dass sich auch die Finanzkrise auf den Kampf gegen HIV auswirken könne: "Diese Krise darf nicht dazu führen, dass die betroffenen Länder ihre Verpflichtungen nicht einhalten und die internationale Solidarität in der Aids-Bekämpfung bröckelt."

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie warnte davor, das HIV-Risiko auf die leichte Schulter zu nehmen, nur weil die Behandlungsmöglichkeiten immer besser würden.

"Gerade jüngere Menschen denken häufig, der HI-Virus sei mittlerweile ähnlich gefährlich wie eine Grippeerkrankung", sagte Geschäftsführer Henning Fahrenkamp.

"Ein solches Gesetz wäre völlig unverhältnismäßig, denn es würde die Grundrechte auf körperliche Unversehrtheit und informationelle Selbstbestimmung verletzen", sagte Vorstandsmitglied Carsten Schatz. (dpa)

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