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Darmkrebs

Aktualisierung der S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom

Bei der Versorgung von Patienten mit metastasiertem Darmkrebs und bei Kontrollkoloskopien gibt es Neuerungen in der S3-Leitlinie.

Veröffentlicht:

BERLIN. Neue Entwicklungen in der Früherkennung und Behandlung von Kolon- und Rektumkarzinomen haben ein Update der S3-Leitlinine "Kolorektales Karzinom (KRK)" notwendig gemacht. Die aktualisierte Version entstand im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie und unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS).

Zu den Kernthemen beim Update zählte das therapeutische Vorgehen bei Metastasierung und in der palliativen Versorgung, teilt die DGVS mit. Der Fokus habe sich bei Patienten mit Metastasen stark auf die zielgerichtete Präzisionstherapie und die entsprechenden molekularen Grundlagen gerichtet.

Aktualisiert wurden auch die Empfehlungen zur Nachkontrolle nach einer Koloskopie. Zur Vermeidung von Unter- und Übertherapien empfiehlt die Leitlinie eine Stratifizierung der Patienten anhand von Anzahl, Größe und Histologie der entfernten Gewebeveränderungen und macht dazu konkrete Vorgaben.

Weitere Empfehlungen der Leitlinie betreffen den zeitlichen Abstand einer adjuvanten Chemotherapie zur Operation eines Kolonkarzinoms sowie die neoadjuvante Therapie und die adjuvante Chemotherapie beim Rektumkarzinom. Hier bestätige die Sichtung der derzeit verfügbaren Evidenz die bestehenden Leitlinienempfehlungen, so die DGVS.

Für die abschließende Beurteilung der Frage, welche Therapiesequenz (neoadjuvante Chemotherapie vor oder nach Radiochemotherapie) beim Rektumkarzinom überlegen ist, seien künftig weitere Studienergebnisse nötig. Entsprechende Untersuchungen liefen derzeit bereits. (eb)

Download der aktualisierten S3-Leitlinie unter: http://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/kolorektales-karzinom

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